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Digitales | 13.12.2018

Aus IZ50/2018, S. 16

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    HomeToGo, Princeville Global, Lakestar, Tripping.com
  • Personen:
    Nils Regge, Wolfgang Heigl, Patrick Andrä, Harley Miller

Suchmaschine HomeToGo übernimmt Tripping.com

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Von Ferienwohnungen an der Nordsee bis zur Finca in Südamerika durchforstet HomeToGo 15 Mio. Angebote weltweit.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Der Markt für die Vermittlung von Feriendomizilen ist hart umkämpft, nur mit massiven Werbeausgaben gelingt der Markenaufbau. Das deutsche Unternehmen HomeToGo hat jetzt den fünf Jahre älteren US-Konkurrenten Tripping.com geschluckt. Dem wurden die hohen Marketingkosten zum Verhängnis.

Das Berliner Unternehmen HomeToGo, eine Plattform für die Metasuche nach Ferienunterkünften, hat Tripping.com, den US-amerikanischen Wettbewerber, übernommen. Tripping.com hatte bis dato insgesamt rund 52 Mio. USD an Investorengeldern eingeworben. Laut einem Bericht des US-Reisethemenportals Skift soll der Kaufpreis des Unternehmens mindestens 28 Mio. USD betragen. Den Markennamen Tripping.com will HomeToGo weiterhin verwenden.

HomeToGo wurde 2014 von Nils Regge, Wolfgang Heigl und Patrick Andrä gegründet. Ein Jahr später erhielt das Unternehmen eine Frühphasenfinanzierung durch die Wagniskapitalgeber Acton Capital Partners und DN Capital, die beide bis heute an HomeToGo beteiligt sind. Im Jahr 2016 kamen 20 Mio. USD an Kapital hinzu, unter anderem vom US-Investor Insight Venture Partners. In den letzten Monaten ging es dann Schlag auf Schlag: Im September 2018 schluckte HomeToGo den europäischen Konkurrenten Casamundo. Verkäuferin war die @Leisure Group, an der Axel Springer mehrheitlich beteiligt ist. Und im Oktober stiegen die Gesamtinvestitionen in HomeToGo in einer erneuten Finanzierungsrunde auf einen hohen achtstelligen Betrag. Harley Miller, Vice President des Investors Insight Venture Partners, erklärte, dass diese Summen nötig sind, um die Marke erfolgreich aufzubauen: "Um Ferienwohnungen im hart umkämpften Reisesektor ins Gespräch zu bringen, muss man tief in die Tasche greifen können."

Dass aus einer solchen Strategie Schieflagen resultieren können, ist in der Branche nichts Ungewöhnliches. Im Sommer 2018 hatte beispielsweise das börsennotierte Hotelsuchportal Trivago nach einem Umsatzeinbruch sein Werbebudget zusammenstreichen müssen. Von gut 1 Mrd. Euro Umsatz hatte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2017 über 90% ins Marketing gesteckt. Auch Tripping.com stand nicht zuletzt deswegen zum Verkauf, weil sich das Unternehmen bei seiner Marketingstrategie gründlich verhoben hatte. Dem Bericht des Portals Skift zufolge war es im Vorstand von Tripping.com im Vorfeld der Übernahme zu massiven Streitigkeiten um Millionenbeträge für teure TV-Werbung gekommen.

HomeToGo hat parallel zum Erwerb des US-Konkurrenten sein Gesamtkapital mit nochmals deutlich über 150 Mio. USD ausgeweitet. Als neueste Investoren wurden unter anderem die Wagniskapitalfinanzierer Lakestar und Princeville Global gewonnen, wobei Princeville auch einer der Hauptgeldgeber von Tripping.com war. Um eine klamme Kasse muss sich HomeToGo nach eigenen Angaben nicht sorgen: Trotz der jüngsten Akquisitionen habe sich die schon vorher erhebliche Barmittelreserve durch die aktuelle Finanzierungsrunde nochmals verdoppelt, teilte das Unternehmen mit.

Spätestens mit der Übernahme von Tripping.com ist HomeToGo weltweiter Marktführer in seinem Segment. Das Unternehmen betreibt nun lokale Internetauftritte in 14 europäischen Ländern (inklusive Russland) sowie in den USA, Mexiko, Australien, Japan und Hongkong. Die Suchmaschine durchforstet die Webseiten von mehr als 300 Ferienheimvermietern und ermöglicht dadurch den Zugriff auf über 15 Mio. Angebote.

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