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Märkte | 13.12.2018

Aus IZ50/2018, S. 9

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:

Grüne Konzepte fehlen in vielen Chefetagen

Quelle: Pixabay, Urheber: ramboldheiner
In den Führungsetagen der Immobilienbranche sind ökologische Gesamtkonzepte noch nicht die Regel.

Quelle: Pixabay, Urheber: ramboldheiner

In vielen Führungsetagen der Immobilienbranche fehlt offenbar noch das Know-how für einen nachhaltigen Gebäudebetrieb. Die Vorstände halten laut einer Studie des Facility-Managers Wisag überwiegend punktuelle Maßnahmen für ausreichend.

Die Führungskräfte von Unternehmen sind in der Regel dafür verantwortlich, eine Nachhaltigkeitsstrategie für ihr Unternehmen zu entwickeln. Doch in der Immobilienbranche sprechen die Vorstände mehrheitlich (67%) bereits von einem grünen Gebäudebetrieb, wenn nur einzelne nachhaltige Leistungen durchgeführt werden. Nur 33% sind der Meinung, dass von einem grünen Betrieb erst dann die Rede sein kann, wenn alle Prozesse auf einem grünen Gesamtkonzept basieren. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Nachhaltigkeitsradar des Facility-Managers Wisag, der Vertreter verschiedener Hierarchiestufen von 585 Unternehmen der Immobilienbranche befragt hat.

Im Gegensatz zu den Vorständen haben die Abteilungs- und Bereichsleiter der befragten Unternehmen überwiegend (60%) ein grünes Gesamtkonzept vor Augen. Die Teamleiter kommen zumindest auf 54%. Bei den übrigen Mitarbeitern zeichnet sich dagegen ein ähnliches Bild ab wie bei den Vorständen. Die Verfasser des Nachhaltigkeitsradars halten es deshalb für angeraten, ein einheitliches Verständnis für einen grünen Gebäudebetrieb zu schaffen. Das Potenzial einer nachhaltigen Bewirtschaftung könne nur dann voll ausgeschöpft werden, wenn möglichst viele Aspekte des Gebäudebetriebs von der Reinigung über das Catering bis hin zur Sicherheit abgedeckt sind.

Wisag hat denn auch die Vertreter der Immobilienunternehmen gefragt, ob sie externe Facility-Manager oder ihre eigenen FM-Abteilungen in der Pflicht sehen, das nötige Wissen für einen grünen Gebäudebetrieb zu vermitteln, bzw. ob ihre eigenen Kenntnisse ausreichen. Dabei fiel die Wahl der meisten Befragten auf den externen Dienstleister. Die wenigsten gaben an, selbst über genaue Vorstellungen zu diesem Thema zu verfügen. Wisag sieht darin ein "deutliches Signal" dafür, dass die Facility-Manager ihren Kunden konkrete Maßnahmen für ihre Immobilien vorschlagen und sich regelmäßig mit diesen über die Potenziale und Grenzen einer ökologischen Gebäudebewirtschaftung austauschen müssen.

Quelle: Pixabay, Urheber: succo
Drohnen zählen zu den Technologien, die bislang eher selten für die Bewirtschaftung von Immobilien genutzt werden.

Quelle: Pixabay, Urheber: succo

Eine Hilfsfunktion für den nachhaltigen Betrieb könnten die digitalen Technologien ausüben, zu denen Wisag bei den Befragten ebenfalls ein Stimmungsbild eingeholt hat. Die meisten Befragten sind demnach der Meinung, dass erst die digitalen Technologien die Nachhaltigkeit vorantreiben werden.

Aktuell sind dem Nachhaltigkeitsradar zufolge mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones für die Immobilienbewirtschaf

tung die meistgenutzte Technologie, gefolgt mit weitem Abstand vom Internet der Dinge und der Sensorik. Im Mittelfeld liegen Big Data, Virtual Reality und Servicerobotik. Die letzten Plätze belegen Drohnen und 3D-Drucker. Fast ein Viertel der Befragten setzt allerdings zur Immobilienbewirtschaftung keine der genannten digitalen Technologien ein.

Teils zeigt das Nachhaltigkeitsradar deutliche Unterschiede beim jeweiligen Technologiebedarf der verschiedenen Assetklassen. Demnach ist z.B. die Sensorik bei Büroimmobilien in Eigennutzung besonders gefragt, in Logistikimmobilien steht das Internet der Dinge hoch im Kurs und die Servicerobotik kommt vergleichsweise am häufigsten in Hotels zum Einsatz.

Den größten Nutzen der Digitalisierung für den Immobilienbetrieb sehen die Befragten in einer Senkung der Betriebskosten. Dahinter reihen sich eine verbesserte Dienstleistungsqualität und verkürzte Reaktionszeiten ein.

Das Nachhaltigkeitsradar 2018 von Wisag steht unter www.nachhaltigkeitsradar.de kostenfrei zum Download bereit.

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