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Unternehmen | 13.12.2018

Aus IZ50/2018, S. 3

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Vonovia
  • Personen:
    Rolf Buch
  • Immobilienart:
    Wohnen

Vonovia schichtet Investitionen um

Die Ankündigung des größten deutschen Wohnungskonzerns Vonovia, das energetische Modernisierungsprogramm in den kommenden Jahren zu reduzieren, sorgte für viel Aufmerksamkeit. Konzernchef Rolf Buch will dem Kapitalmarkt dennoch auch weiterhin 4,5% Mietsteigerung pro Jahr präsentieren - wenngleich mit anderen Mitteln.

Laut Ausblick auf 2019 wird die Mietsteigerungsrate bei Vonovia mit 4,5% auf dem gleichen Niveau bleiben wie 2018 (4,4%). "Wir bleiben zuversichtlich, diese Steigerungsrate auch weiterhin beibehalten zu können, unsere langfristigen Erwartungen liegen bei 4,5% bis 5%", so Konzernchef Rolf Buch im Analystengespräch. Dabei soll der Anteil, den Neubaumaßnahmen zu den höheren Einnahmen beitragen, steigen. Jährlich will das Unternehmen durch Nachverdichtung, Dachaufstockung und Bauträgermaßnahmen 2.000 Wohnungen für den Eigenbestand schaffen.

Außerdem will Buch zulasten aufwendiger energetischer Komplettsanierungen mehr Geld in den Innenausbau veralteter Wohnungen in Deutschland stecken, z.B. durch moderne Einbauküchen und barrierefreie Bäder. Zudem werden mehr Investitionsmittel in Modernisierungsmaßnahmen nach Schweden fließen.

Dass Vonovia zusätzlich zu den Neunmonatszahlen 2018 verkündete, für alle Modernisierungsmaßnahmen die Mieterhöhung künftig auf 2 Euro/m2 zu kappen, geht laut Buch auf die Vonovia-Erfahrung mit der Mieterakzeptanz solcher Maßnahmen zurück und wurde nicht durch die kürzlich beschlossene Gesetzesänderung erzwungen. Bis zu dieser Grenze habe Vonovia wenig Probleme mit den Mietern gehabt, bei 3 Euro/m2 sei der Widerstand deutlich größer gewesen. "Die Akzeptanz auf Mieterseite hat sich verändert", sagt er, unter anderem weil es für Mieter in Städten inzwischen kaum mehr möglich sei, eine günstige Alternativwohnung zu finden. Die Quote an energetischen Modernisierungsmaßnahmen im Vonovia-Bestand wird sich dadurch von 5% auf 3% vermindern. Nicht vermindern soll sich die Geldsumme, die Vonovia jedes Jahr für Investitionen einsetzen wird. Sie soll vielmehr von bisher 1 Mrd. auf 1,3 Mrd. Euro steigen.

Für die ersten neun Monate dieses Jahres meldet Vonovia einen FFO I (operatives Ergebnis nach Zinsen und Steuern, ohne Buwog) von 778,2 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung um 12,7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Aufgrund dieser positiven Entwicklung wurde das Dividendenziel für 2018 um 12 Cent höher angesetzt als im Vorjahr; 1,44 Euro je Aktie sollen ausgeschüttet werden.

Die Dividendenprognose für 2019 will der Konzern aber auf der Basis einer anderen Kennzahl festlegen, des "Group-FFO". Der bezieht nicht nur die Bestandsmieteinnahmen ein, sondern auch die Erlöse aus der Privatisierung. Die Begründung lautet: Hier handele es sich um ebenso wiederkehrende Erträge wie bei den Mieten. Der für 2019 erwartete Group-FFO liegt mit 1,1 Mrd. bis 1,2 Mrd. Euro ca. 100 Mio. Euro über dem Ziel-FFO I von 2018.

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