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Märkte | 13.12.2018

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Aus IZ50/2018, S. 1

Von Justin Wolff

In diesem Artikel:

Ein Haus auf Knopfdruck

Quelle: Houben / Van Mierlo architecten
Im niederländischen Eindhoven wird eine kleine Siedlung mit fünf Betonhäusern aus dem 3D-Drucker gebaut. Sie dienen nicht nur Demonstrationszwecken, sondern sollen ab dem nächsten Jahr bewohnt werden.

Quelle: Houben / Van Mierlo architecten

Einmal ausgereift, könnten 3D-Drucker in der Bauwirtschaft enormes wirtschaftliches und ökologisches Potenzial bieten. Die Baubranche zögert jedoch, groß in die Technologie zu investieren. D [...]

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Die Verfahren der additiven Fertigung

      
         Quelle: Technical University Eindhoven (TU/e)
Die Bauteile des ersten Hauses des Projekts Milestone werden direkt an der Technischen Universität Eindhoven gedruckt. Das letzte Haus soll von einem Drucker direkt vor Ort erstellt werden.

Quelle: Technical University Eindhoven (TU/e)

  • Das Extrusionsverfahren: Die Extrusion ist das wohl populärste Verfahren zum 3D-Druck mit Beton. Hierbei wird ein Betongemisch durch eine Düse gepresst, die möglichst kontinuierlich den Beton in Schichten ablegt. Der Beton muss flüssig genug sein, um sich pumpen zu lassen, aber fest genug, damit er sich nach der Ablage nicht weiter verformt.
  • Verfahren mit selektiver Bindung: Bei der selektiven Bindung werden zwei Schichten aus Trockenmaterialien mit einer Schicht aus Bindemitteln verfestigt. Das Verfahren ist aufwendig und kostenintensiv, bietet aber ein Höchstmaß an geometrischer Freiheit.
  • Alternatives schichtweises Betonablageverfahren: Bei diesem Verfahren erfolgt der schichtweise Aufbau auch durch eine Düse, zusätzlich wird das Material mit Bindemittel angespritzt. Die Methode verspricht mehr bauliche Freiheit und eine höhere Stabilität, ist aber noch Gegenstand von Laborversuchen.
  • Adaptives Gleitschalungsverfahren: Während sich die anderen Verfahren besonders zur Herstellung von Wandelementen eignen, wird das adaptive Gleitschalungsverfahren bei Stützen und Säulen verwendet, die einen kleineren Querschnitt haben. Auch hier ist die Schwierigkeit, ein ausreichend flüssiges, aber festes Material zu finden.


Ein Beitrag aus dem RECHERCHE-NETZWERK DER IZ

Im Rahmen eines Kooperationsprojekts arbeiten die Immobilien Zeitung und die Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft zusammen. Autor dieses Beitrags ist Justin Wolff. Betreut wurde er von Martin Dowideit (Handelsblatt), Anette Dowideit (Welt) sowie Thomas Porten (Immobilien Zeitung).