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Märkte | 06.12.2018

Aus IZ49/2018, S. 25

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Wohnungspreise steigen Jahr für Jahr

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Lea Gericke
Im für seine Kaiserzeitbauten beliebten Stadtteil Charlottenburg kosten Eigentumswohnungen im Schnitt 4.660 Euro/m2.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Lea Gericke

Berlin. Gebrauchte Eigentumswohnungen werden in der Hauptstadt für im Schnitt 3.975 Euro/m2 inseriert. Damit stiegen die Preise in den vergangenen drei Jahren um 12,4% pro Jahr. Am teuersten ist es im Bezirk Mitte, am wenigsten erlösen Verkäufer in Marzahn-Hellersdorf.

Zu diesem Ergebnis kommt die LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin - Hannover (LBS Nord) für das dritte Quartal des laufenden Jahres. Für den Kaufpreisspiegel wertet das Berliner Forschungsinstitut empirica die Verkaufsangebote in den Berliner Tageszeitungen und in Onlineportalen aus. Im Bezirk Mitte wird demnach jede zweite gebrauchte Eigentumswohnung für mindestens 4.830 Euro/m2 angeboten. Damit muss ein durchschnittlicher Berliner Haushalt rund zehn Jahresnettoeinkommen für den Kauf aufbringen. Wohnungen mit höherem Standard kosten mindestens 6.231 Euro/m2, ließ die Bausparkasse ermitteln.

Mehr als im Durchschnitt wird auch in Charlottenburg-Wilmersdorf aufgerufen. Rund um Kurfürstendamm und Gedächtniskirche verlangen Anbieter 4.659 Euro/m2. Ein typischer Preis, so die Researcher, liegt bei rund 400.000 Euro, da Wohnungen hier mit im Schnitt 100 m2 Wohnfläche deutlich größer sind als in den anderen Bezirken. Der Wohnungskauf schlägt dadurch mit zwölf Jahresnettoeinkommen zu Buche.

Im quirligen Friedrichshain-Kreuzberg steht 4.443 Euro/m2 in Zeitungen und im Internet, im gutbürgerlichen östlichen Bezirk Pankow 4.074 Euro/m2. Die stärksten Preissteigerungen ermittelten die Experten im Plattenbaugebiet in Lichtenberg, wo Wohnungen seit 2015 jedes Jahr um 27,5% teurer wurden. In Spandau legten die Werte 18,4% per anno zu, in Tempelhof-Schöneberg um 15,9% und um 14,9% in Neukölln. Auch im nördlichen Bezirk Reinickendorf stiegen die Preise mit jährlich 14,5% über dem Berliner Durchschnitt. Etwas moderater waren die Anstiege in Friedrichshain-Kreuzberg (+9,9%), Steglitz-Zehlendorf (+10,4%) und Mitte (+11,4%).

Die günstigsten gebrauchten Eigentumswohnungen finden sich in der einst größten Plattenbausiedlung der DDR, in Marzahn-Hellersdorf. Der typische Angebotspreis liegt nach Angaben der LBS bei 2.344 Euro/m2. Aber auch für 2.000 Euro/m2 ließen sich noch Angebote finden. Für den Kauf einer gebrauchten Eigentumswohnung muss ein Haushalt in diesem Bezirk rund fünfeinhalb Jahresnettoeinkommen aufbringen.

In drei Berliner Bezirken ist es trotz explodierender Preise noch günstiger zu kaufen, als zu mieten. Am meisten sparen Käufer in Treptow-Köpenick. Bei einem Wohnungspreis von 186.250 Euro liegt der monatliche Vorteil im Vergleich zur Miete bei 44 Euro. In Marzahn-Hellersdorf beträgt die Ersparnis gegenüber der Miete 38 Euro und in Spandau wenigstens noch 14 Euro im Monat.

In Neukölln oder Reinickendorf liegt die monatliche Belastung beim Kauf nur wenige Euro über der Mietzahlung. Für den Vergleich legte die Bank die Finanzierung einer 60 bis 80 m2 großen Wohnung mit 25% Eigenkapital und einer Finanzierungsbelastung von 5% (2% Zins und 3% Tilgung) zugrunde und verglich die Belastung mit den monatlichen Mietkosten.

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