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Projekte | 06.12.2018

Aus IZ49/2018, S. 24

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Deutschlands größtes Holzhaus trägt den Richtkranz

Quelle: Christoph Deimel
Aus Holz gebaut, jedenfalls zum größten Teil: 113 Wohnungen im Stadtteil Weißensee.

Quelle: Christoph Deimel

Berlin. Ein Modell für ein soziales Miteinander, ressourcen- und energiesparend und dazu noch preiswerter als herkömmliche Bauten. Bauherren und Architekten des Stadtquartiers WIR, das für sich in Anspruch nimmt, das größte Holzbauprojekt Deutschlands zu sein, haben sich viel vorgenommen. Vor kurzem feierten die Bauherren Richtfest.

Rund 30 Mio. Euro fließen in ein Quartier, das Modell sein will: für ein soziales Miteinander, eine lebendige und lebenswerte Nachbarschaft. Gebaut werden 113 Wohnungen mit 11.300 m2 Wohnfläche. Die fünf Häuser mit jeweils vier bis fünf Geschossen für 250 Menschen finden auf der 7.200 m2 großen ehemaligen Erweiterungsfläche des bekannten Jüdischen Friedhofs im Ortsteil Weißensee im Bezirk Pankow Platz. Im Westen wird die Siedlung von der Wittlicher Straße, im Norden vom Brodenbacher Weg und östlich von der Piesporter Straße begrenzt.

Der Bauherr von vier Gebäuden ist "Besser Genossenschaftlich Wohnen von 2016". Für 38 Eigentumswohnungen in einem weiteren Haus ist UTB Construction & Development, Berlin, zuständig. Die Projektentwicklung für alle fünf Gebäude obliegt ebenfalls dem Hause UTB.

"Ressourcen schonen und Energie sparen - das sind zwei weitere Prämissen, die der Planung zugrunde liegen", betonen die beiden Architekten Iris Oelschläger und Christoph Deimel. Gebaut wird aber nicht nur aus Holz. Mischbauweise sagen die Fachleute zu dem gewählten Verfahren. Sprich: Treppenhauskerne und Keller sind aus Beton.

Mit einer massiven Holzkonstruktion, einem Fassadensystem als Holztafelbauweise mit Zellulosefüllung, einer Lüftungsanlage und Wärmerückgewinnung wird ein KfW-40-Standard erreicht. Gemeint ist damit: Die Häuser und ihre Bewohner verbrauchen 60% weniger Energie als ein vergleichbarer Neubau. Gleichzeitig sei der Bau mit Holz billiger und ginge fixer. "Durch die Standardisierung von Haustypen, Stützraster und Fassadenelementen wird eine Einsparung von Baukosten wie der Bauzeit erreicht", verspricht Josef Terhalle. Errichtet werden die Gebäude von der Unternehmensgruppe Terhalle aus Ahaus-Ottenstein im Münsterland, die dort eine eigene Produktionsstätte betreibt.

Geld und Zeit gespart wird beim Holzbau, weil auf der Baustelle rund ein Fünftel schneller und trockener gebaut wird, sagt Terhalle. Damit könne der Investor eher vermieten oder verkaufen. Die Genossen vergeben ihre Wohnungen zu Mieten in einer Spanne von 8 bis 10,25 Euro/m2. Die Eigentumswohnungen gelangen zu Preisen zwischen 3.800 und 4.300 Euro/m2 auf den Markt.

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