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Digitales | 06.12.2018

Aus IZ49/2018, S. 16

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:

Kooperation als Schlüssel im Technologiewettlauf

Die Immobilienbranche fremdelt noch mit der Umsetzung von Innovation. Kooperationen mit Start-ups können eine Lösung sein, zeigte eine Gesprächsrunde auf der Mipim Proptech in New York. Dabei muss nicht immer Kapital fließen.

Ric Clark, Senior Managing Partner und Chairman bei Brookfield Property, sieht in der technologischen Entwicklung einen Weckruf: "Wir müssen vom bloßen Gebäudeanbieter zum Dienstleister werden", sagte er auf der Mipim Proptech NYC im November. Andernfalls, so seine Befürchtung, werde die Immobilienwirtschaft durch Internetkonkurrenten ebenso unter Druck kommen, wie es bei der Hotelbranche schon der Fall ist. Dabei wies Clark auf die enorme Beschleunigung hin, mit der Technologien vom Markt absorbiert und damit als allgemeinverbindlich vorausgesetzt werden: "Es hat seinerzeit 50 Jahre gedauert, bis ein Viertel der US-Bürger ans Stromnetz angeschlossen war. Beim Fernsehen dauerte das lediglich 25 Jahre und bei den Smartphones nur noch vier."

Scott Rechler, Chairman und CEO des Immobilienunternehmens RXR, warnte zwar ebenfalls davor, Zeit zu vertrödeln, sieht aber in der Blüte der Proptech-Szene enorme Chancen für etablierte Unternehmen: "Wir mögen beim Thema Innovation anderen Branchen gegenüber zehn Jahre im Rückstand sein, aber dafür können wir heute bereits auf funktionierender und erprobter Technologie aufbauen." Um den Anschluss nicht zu verpassen, sehe er sich nahezu jeden Tag ein Proptech an. Dabei gehe es immer um die Frage, was das jeweilige Unternehmen besser könne als die anderen - und wo die Risiken seines Geschäftsmodells liegen.

Chris Martin, Präsident von Lennar, dem größten Hausbauunternehmen in den USA, hat seine eigene Methodik, um sich die Notwendigkeit zur Erneuerung ins Gedächtnis zu rufen: "Bei uns hängen Poster von Dinosauriern im Büro", scherzte er. Investments in Proptechs findet er interessant, sofern die Rahmenbedingungen passen. "Die Frage ist, ob die Kasse klingelt oder eben nicht. Ein Proptech-Investment sollte nahezu von Anfang an in der Lage sein, Geld zu verdienen." Rechler hingegen ist bereit, den Start-ups etwas mehr Zeit bis zur Profitabilität zuzugestehen, sofern eine klarer Entwicklungspfad sichtbar ist.

Auch ohne Kapitalbeteiligung könne ein etabliertes Immobilienunternehmen von Start-ups profitieren, sagte Jeff Stein, Leiter des Beteiligungsbereichs beim Ingenieurunternehmen Aecom, in einer anderen Gesprächsrunde auf derselben Veranstaltung. "Wir investieren überhaupt nicht in Proptechs. Ich will es nicht riskieren, Kapital auf eine bestimmte Technologie zu setzen, die es in zehn Jahren vielleicht gar nicht mehr gibt", sagte er. Für Pilotprojekte sei er jedoch jederzeit offen, betonte Stein.

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