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Unternehmen | 06.12.2018

Aus IZ49/2018, S. 6

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    publity
  • Personen:
    Thomas Olek

Thomas Olek kämpft für seine publity

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Monika Leykam
publity-Chef Thomas Olek, seinerzeit noch im Leipziger Headquarter. Inzwischen ist der Firmensitz Frankfurt.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Monika Leykam

Der publity-Chef ist überzeugt, 2018 für sein Unternehmen die Wende ins Positive geschafft zu haben. Für den Aktienkurs trifft das bereits zu. Die Geschäftszahlen für das Wendejahr werden ebenfalls besser aussehen als erwartet, aber es ist noch Luft nach oben.

Allmählich scheint es wieder aufwärts zu gehen mit dem börsennotierten Asset-Manager publity. Der Aktienkurs hat sich von seiner Talfahrt - von 34 Euro zum Jahreswechsel stürzte der Kurs bis Juli auf 10 Euro ab - wieder ein Stück weit erholt und liegt aktuell wieder bei ca. 23 Euro. Der Aufwärtstrend begann schon einige Wochen, bevor publity am 14. November seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben hatte.

Damals, im Oktober, meldete das Unternehmen die Überschreitung der Meldeschwelle von 50% durch die TO Holding. Die gehört dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Olek, der auch in den folgenden Wochen immer weitere Aktienpakete erwarb. Aktuell gehören ihm 58%, Tendenz steigend. Fast das gesamte Privatvermögen Oleks steckt damit in seiner Firma. Weitere ca. 20% des Aktienkapitals halten rund 100 Profianleger, der Rest ist Streubesitz.

Zur Hauptversammlung Ende Mai 2019 sollen die Aktionäre über die künftige Dividendenpolitik entscheiden. Die Dividende für das Jahr 2017 war ausgefallen, stattdessen hatte die Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung beschlossen (die weitgehend von Olek gezeichnet wurde). Ein Hauptgrund für die Kapitalmaßnahme war die Auseinandersetzung mit den Gläubigern der im November 2020 auslaufenden Wandelanleihe, von der noch 47 Mio. Euro ausstehen. Die Kapitalerhöhung habe das Vertrauen der Anleihezeichner gestärkt, die Situation sei "befriedet", formuliert Olek den Status quo. Sollte der Kurs des Papiers weiterhin so niedrig bleiben - seit Monaten notiert es unter 90% -, könne die AG auch einige dieser Wertpapiere zurückkaufen.

Fragt man Olek nach seinen weiteren Plänen mit dem Unternehmen, signalisiert er Bleibewilligkeit. "Ich habe einen Fünfjahresvertrag, und der Job macht mir Spaß", sagt er. Die Mehrheit am Unternehmen wird er wohl zunächst behalten. "Ich sehe momentan keinen Vorteil darin, die Aktien wieder herzugeben. Und die publity ist meiner Meinung nach ein hervorragendes Investment." Lieber als klein zu bleiben, solle die Firma weiter wachsen, etwa durch die Übernahme anderer Asset-Manager. Derzeit managt publity ein Immobilienvermögen von ca. 4,6 Mrd. Euro, was auch dem Vergleichswert von 2017 entspricht. publity hat viele der ursprünglich für Value-add-Investoren gekauften Häuser aufgewertet und an andere Investoren weiterverkauft, die Managementmandate aber behalten. Netto betreut der Konzern heute 25 Objekte mehr als 2017. Es gehe jetzt darum, das aktuelle Niveau zu halten und alle drei Ertragssäulen im Asset-Management-Geschäft auszubauen, so Olek. "Die Kunden haben bemerkt, dass wir auch große Objekte gut vermieten konnten. Und wir sind nach wie vor in der Lage, gute Immobilien zu günstigen Preisen zu kaufen, damit tun sich andere Marktteilnehmer schwerer." Aufgrund erfolgreicher Verkäufe hat das Unternehmen Mitte November seine Umsatz- und Ergebnisprognose erhöht. Um 20% bis 30% sollen Umsatz, Ergebnis vor Steuern (Ebit) und Überschuss gegenüber 2017 zulegen. 2017 war allerdings auch ein sehr schwaches Geschäftsjahr für publity gewesen - der Überschuss von 11,3 Mio. Euro, das Ebit von 14,8 Mio. Euro und die 25,6 Mio. Euro Umsatz lagen deutlich unter den Werten von 2016. Auch bei erhöhter Prognose wird 2018 also schwächer abschließen als 2016.

Um die Transparenz zu verbessern, wird der derzeit noch am Standort Luxemburg betreute Bestand an Non-Performing Loans (NPL) im Buchwert von ca. 50 Mio. Euro in die deutsche publity Investor überführt. Die verbliebenen Insolvenzforderungen, die publity noch in der eigenen Bilanz führte, wurden für einen einstelligen Millionenerlös verkauft. Obwohl die betreuten NPL-Mandate damit nur noch einen kleinen Teil des Geschäfts ausmachten und der Sektor dank der guten Konjunktur nahezu zum Erliegen gekommen ist, will Olek das Segment nicht ganz verlassen: "NPL-Geschäft könnte ja auch mal wieder modern werden."

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