Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 29.11.2018

Aus IZ48/2018, S. 6

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Colliers wagt die 2019er-Prognose ....

... und sie fällt positiv aus. Colliers International Deutschland rechnet für 2018 mit einem Gewerbetransaktionsvolumen von 60 Mrd. Euro. 2019 könnten 58 Mrd. Euro drin sein. Schuld an dem leichten Rückgang ist der Produktmangel in Berlin und Frankfurt.

"Wir denken, dass das kommende Jahr ähnlich laufen wird wie das aktuelle", sagt Colliers-Deutschlandchef Matthias Leube. Das würde bedeuten: sehr gut. In den ersten drei Quartalen wechselten Gewerbeimmobilien im Wert von 42,1 Mrd. Euro den Besitzer; Colliers rechnet also mit einem fulminanten Jahresendgeschäft. Frankfurt wird wieder zum umsatzstärksten Gewerbeinvestmentmarkt Deutschlands: 8,5 Mrd. Euro erwartet Colliers für 2018, im Folgejahr könnten hier weitere 7 Mrd. Euro gedreht werden. Damit behielte die Bankenstadt ihren Spitzenplatz vor München (Prognose 2019: 6 Mrd. Euro) und Berlin (5,5 Mrd. Euro).

Die kürzlich von über 2,2% auf 1,8% reduzierte BIP-Wachstumsprognose für Deutschland halten die Makler für unkritisch. "Selbst ein Wert von 1,8% liegt über dem Potenzialwachstum", so Leube, der selbst eine weitere Abkühlung der Konjunktur nicht alarmierend fände, denn: "Die deutsche Wirtschaft arbeitet an der Kapazitätsgrenze, es herrscht Knappheit an Produktionsfaktoren. Diese Situation wird uns 2019 weiter begleiten." Im unwahrscheinlichen Extremszenario eines starken Einbruchs der Weltwirtschaft stünde der deutsche Immobilienmarkt dank seines "Sicherer-Hafen-Status" weiterhin relativ gut da.

Konservativer fällt die Prognose von Wolfgang Speer, Leiter Bürovermietung bei Colliers, aus. Für das laufende Jahr rechnet er mit einem Umsatz von 3,8 Mio. m² - allein im letzten Quartal 2018 werden wohl 1 Mio. m² neu vermietet. Damit bleibt das aktuelle Jahr trotzdem hinter 2017 (4,15 Mio. m²) und 2016 (3,9 Mio. m²) zurück. 2019 prognostiziert Colliers 3,6 Mio. m² Umsatz, das wären etwas mehr, als 2015 vermietet wurden.

Einziger Grund für die leicht sinkenden Zahlen ist der Angebotsmangel guter neuer Büroflächen in den Zentren der Metropolen. Am stärksten werde sich das in Frankfurt und Hamburg bemerkbar machen. In Frankfurt prognostiziert Colliers für 2019 nur noch 600.000 m², 16% weniger als 2018. In Hamburg liegt der erwartete Rückgang bei 10% auf 500.000 m². Wer schnell Büroraum sucht und nicht findet, weicht auf Coworkingflächen aus. 7% des Umsatzes von 2018 wird in den sieben Hochburgen Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf und Stuttgart auf dieses Segment entfallen. Entspannung am Markt sei erst ab 2021 zu erwarten, so Speer.

Während Bürospezialist Speer mit dem Luxusproblem Nachfrageüberhang zu kämpfen hat, haben es die Kunden von Einzelhandelsspezialist Michael Bräutigam mit handfesten Umbrüchen am Markt zu tun. So drängen immer mehr Gastrokonzepte in die Ia-Lagen, was einerseits die Passantenfrequenz positiv beeinflusst, andererseits in den Gastro-genutzten Einheiten das Mietniveau drückt. "Bei den Einkaufszentren ist in Sachen Verkaufsflächen das Ende der Fahnenstange erreicht", weiß Bräutigam. "Wir sehen vor allem bei Shoppingcentern in Mittelstädten einen hohen Beratungsbedarf für Revitalisierungen." Seine Umsatzprognose für das kommende Jahr liegt denn auch nur noch bei 10,5 Mrd. Euro. Logistik wird dieses Jahr 6,4 Mrd. Euro umsetzen, 5,5 Mrd. Euro sollen es kommendes Jahr werden.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!