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Märkte | 29.11.2018

Aus IZ48/2018, S. 2

Von Jan Seidenfaden

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Larbig & Mortag
  • Personen:
    Jan Seidenfaden
  • Immobilienart:
    Laden-/Geschäftsflächen, Hotel & Gastronomie

Food ist das neue Fashion

In vielen Einkaufsstraßen sinkt die Nachfrage der wichtigen Textilbranche nach Einzelhandelsflächen. Hier sollten sich mehr Gastronomen ansiedeln, die in diesen Lagen eher unterrepräsentiert sind, meint Jan Seidenfaden, Leiter Ladenvermietung bei Larbig & Mortag.

Quelle: Labig & Mortag Immobilien GmbH
Jan Seidenfaden.

Quelle: Labig & Mortag Immobilien GmbH

Viele Einkaufszentren machen es vor: Sie reduzieren die Zahl der Shops und erhöhen im Gegenzug ihr Gastronomieangebot. In manchen Centern, wie dem My Zeil in Frankfurt, wird ein ganzer Foodcourt geschaffen.

Die Innenstädte sollten nachziehen und ihr Essensangebot ebenfalls ausweiten. Vor allem in den Top- und guten Nebenlagen gibt es Nachholbedarf.

Bis jetzt findet man hier vor allem Möglichkeiten, Essen auf die Hand an einer schmalen Theke zu erwerben. Denn die wenigsten Betreiber konnten sich bislang größere Flächen in guten Lagen leisten, um zusätzlich ein nennenswertes Sitzplatzangebot zu schaffen.

Allerdings geht seit wenigen Jahren die Nachfrage wichtiger Einzelhandelsmieter aus der Modebranche zurück, teils sanken die Mieten. Viele Textiliten reduzierten die Zahl ihrer Shops oder verkleinerten ihre Verkaufsflächen. Außerdem fordern sie von ihren Vermietern mehr Flexibilität: Mietverträge werden nur noch über drei bis fünf Jahre geschlossen, oft enthalten sie Klauseln, welche die Miethöhe an den Umsatz koppeln.

In diese Bresche sollten Restaurants springen. Mehr Gastronomie trägt dazu bei, dass die Menschen beim Einkauf zwischendurch sitzen und essen können. Sie bleiben länger in der City und kaufen dadurch mehr ein. Davon profitieren auch die Einzelhändler. Gerade für eine alternde Gesellschaft werden Sitzgelegenheiten wichtiger. Außerdem geben die Menschen immer mehr Geld für den Außer-Haus-Verzehr aus.

Vor allem Systemgastronomen, die sich auf Burger, Pizza und Pasta, aber auch asiatische Gerichte spezialisiert haben, sind auf Expansionskurs. Häufig tragen sie die teuren Innenausbauten. Die Eigentümer müssen sich in der Regel lediglich um Elektrik, Sanitär- und Lüftungsanlagen kümmern. Bei Mietverträgen mit Laufzeiten über zehn bis 15 Jahre, zuzüglich Verlängerungsoptionen, amortisieren sich diese Ausgaben. Wichtig sind außerdem Möglichkeiten einer Außenbestuhlung. In Fußgängerzonen ist dies zumeist problemlos möglich. Aber auch in guten Nebenlagen mit Autoverkehr werden Städte kreativ, streichen Pkw-Parkbuchten und überlassen die Flächen benachbarten Gastwirten und Bars.

Vermieter, die gerade ihr Gebäude sanieren, sind gut beraten, die Nutzung flexibel zu halten und Vorrichtungen für einen potenziellen Gastronomiemieter einzuplanen, also für Gästetoiletten, Lüftung und Fettabscheider. Werden diese nachträglich eingebaut, sind Aufwand und Kosten erheblich höher.

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