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Unternehmen | 15.11.2018

Aus IZ46/2018, S. 2

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Consus: Noch auf wackligem Fundament

Consus Real Estate, noch vor zwölf Monaten eine kleine Bestandsholding für Büroimmobilien, greift heute nach den Sternen am deutschen Kapitalmarkt. Eine Story mit mehreren Unbekannten, meint IZ-Redakteurin Monika Leykam.

Monika Leykam.

Mit Instone, Consus und Gateway gibt es aktuell drei börsennotierte deutsche Projektentwickler. Die Anleger hat das bislang allerdings nicht wirklich begeistert. Zum Instone-IPO Mitte Februar konnten nicht alle Aktien platziert werden, inzwischen liegt der Kurs - ohne dass Instone mit schlechten Nachrichten überrascht hätte - unter Ausgabepreis. Consus versuchte sich nach dem Einstieg bei der CG Gruppe diesen Sommer an einer Kapitalerhöhung und bekam dabei nur die Hälfte des erhofften Geldes herein. Die Ankündigung der zweiten Übernahme und des Wachstums der Projektpipeline auf knapp 10 Mrd. Euro gab der Aktie kaum Auftrieb. Kurz vorher war die Emission des Rivalen Gateway, eines milliardenschweren Hybriden aus Bestand und Projekten, abgeblasen worden - Gerüchten zufolge wegen Erfolglosigkeit. Vielleicht liegt das an den wenig ruhmreichen Börsenkarrieren deutscher Entwickler in der Vergangenheit. Es gab die spektakulär gefloppten Fantasien einer Berliner Quadriga im Jahr 2000, die Holzmann-Pleite 2002 und das Aus der IVG, an dem das Endlos-Großprojekt The Squaire nicht unbeteiligt war. Diese Pechsträhne könnte mit einem anhaltenden Immobilienboom in Deutschland enden.

Doch noch steht der Erfolg von Consus auf einem wackligen Fundament. So torpedieren die immer weiter steigenden Baukosten und die Knappheit an bauausführenden Firmen manch große Entwicklerpläne. Consus hofft darauf, Kosten durch Verwendung von Fertigteilen aus der eigenen Fabrik und durch einen selbst entwickelten digitalisierten Bauprozess dämpfen zu können. Doch die Fabrik, die diese revolutionären Bautechniken ermöglichen soll, ist noch gar nicht fertig. Anfang 2020, verspricht der Vorstand, werden die ersten Elemente für die von CG und SSN entwickelten Gebäude vom Band laufen, also in etwa 14 Monaten. Spätestens der Fall Tesla hat gezeigt, dass Zeitpläne ins Schleudern kommen können, wenn man nicht nur das Produkt, sondern auch noch die dazugehörige Produktion selber entwickeln muss.

Eine weitere Unbekannte in der Consus-Story ist die Integration zweier Entwicklerfirmen samt ihren Gründerpersönlichkeiten. Sowohl CG als auch SSN wurden 2018 übernommen, schon das Geschäftsjahr 2020 soll ausschüttungsfähige Gewinne liefern. Wenn die Gruppe das schaffen will, darf es intern zu keinen Reibereien kommen. Es müssen sich drei (!) CEOs auf eine gemeinsame Strategie und die Implementierung digitaler Bauplanungsprozesse in zwei Firmen einigen. Da heißt es: Daumen drücken.

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