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Projekte | 08.11.2018

Aus IZ45/2018, S. 21

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Pirmasens
  • Projekte:
    Kaufhalle Pirmasens
  • Personen:
    Christoph Arnold, Rolf Schäfer, Patrick Buch
  • Immobilienart:
    Shoppingcenter, Hotel & Gastronomie

Schuhstadt statt Kaufhalle

Quelle: Arnold + Partner, Architekten mbB
Die Pirmasenser Schuhstadt wird über ca. 5.000 m2 Verkaufsfläche verfügen.

Quelle: Arnold + Partner, Architekten mbB

Pirmasens. Rolf Schäfer will anstelle der maroden Kaufhalle ein Fachmarktzentrum für Schuhe und Outdoorkleidung errichten: die Schuhstadt.

Pirmasens ist mit dem Thema Schuhe untrennbar verbunden. Bis in die 1970er Jahre hinein war die pfälzische Stadt für die Schuhindustrie der Ort schlechthin. Danach verlagerten viele Hersteller ihre Produktion ins Ausland und schlossen überwiegend ihre Fabriken in Pirmasens. Die daraus resultierenden großen Leerstände plagen die Stadt noch heute.

Keiner Schuhfabrik, aber der alten Kaufhalle an der Höfelsgasse, Ecke Schlossstraße will jetzt der ortsansässige Unternehmer Rolf Schäfer an den Kragen gehen. Er kommt weder aus der Immobilien- noch aus der Schuhbranche, sondern handelt u.a. mit Lammfellen. "Ich bin aber Zulieferer für die Schuhindustrie und stamme aus einer Schuhfamilie", erklärt der Unternehmer. Anstelle der Kaufhalle will Schäfer die Schuhstadt errichten, in der Händler Schuhe und Outdoorartikel anbieten können. Von der strengen Festlegung auf die beiden Segmente erwartet er, dass verkaufsoffene Sonntage problemlos sind. "Ich gehe das Projekt aus der Sicht eines Produktmanagers an", sagt Schäfer. Deshalb habe er sich dazu entschieden, "kein Sammelsurium" anzubieten und z.B. auf einen Nahversorger zu verzichten. Ergänzt wird das Konzept dagegen durch Gastronomieangebote. Weitere potenzielle Nutzer sind die Stadtbücherei und die Pop Art Galerie von Ralph Barlog.

Ein Erhalt der alten Kaufhalle war für Schäfer keine Option: "Das Konzept braucht Fläche." Er hat sich dazu ein Nachbargrundstück der in städtischem Eigentum stehenden Kaufhalle gesichert und will auch die Höfelsgasse in das Projekt integrieren. Durch die Gasse können aktuell Autos fahren, doch der Unternehmer hält dies für verzichtbar. Insgesamt stünden Schäfer dann rund 6.000 m² Fläche für sein Vorhaben zur Verfügung. Die Verkaufsfläche soll 5.000 m² betragen.

Zur Unterstützung hat sich der Fellhändler den Architekten Christoph Arnold und den Projektentwickler Patrick Buch mit ins Boot geholt. Das Vorhaben hat den Pirmasenser Hauptausschuss passiert. Ende des Monats stimmt der Stadtrat darüber ab. Geplant ist, dass die Stadt die Kaufhalle auf eigene Kosten abreißt und dann das Areal an den Käufer übergibt. In der zweiten Jahreshälfte 2020 soll die Schuhstadt fertig sein.

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