Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 08.11.2018

Aus IZ45/2018, S. 3

Von Nicolas Katzung

In diesem Artikel:

Büromärkte bleiben im Aufwind

Die Deutsche Pfandbriefbank bringt mit Daten von vdp Research gleich ein ganzes Bündel an Büromarktindizes. Die Kernbotschaft lautet: Ein Abschwung an den sieben wichtigsten deutschen Bürostandorten ist nicht in Sicht.

Anhaltendes Wirtschaftswachstum, eine moderate Inflation, niedrige Zinsen und hohe Beschäftigtenzahlen sorgen dafür, dass an den deutschen Büromärkten kaum noch freie Flächen zu finden sind. Büroraum ist knapp und teuer geworden. Die Büromarktkonjunktur brummt, von einer zyklischen Schwächephase sind die Märkte in den sieben A-Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart "weit entfernt", der Aufschwung hält an.

Das ist das Ergebnis des frisch aus der Taufe gehobenen Büromarktindex der Deutschen Pfandbriefbank (pbb) bzw. der pbb-Büroindexfamilie, schließlich umfasst die Marktanalyse insgesamt acht Indizes: einen für jede der sieben A-Städte sowie einen Gesamtindex. Dieser basiert auf den Ergebnissen eines sogenannten dynamischen Faktormodells, das insgesamt elf Variable berücksichtigt. Dazu zählen Angaben zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (BIP, Erwerbstätige, Verbraucherpreise, Umlaufrendite öffentlicher Anleihen), zum Vermietungsmarkt (fertiggestellte Flächen, Vermarktungsvolumen, Leerstand, Spitzen- und Durchschnittsmiete) und zum Investmentmarkt (Nettoanfangsrendite, Mittelzuflüsse). Die für Indexberechnung verwendeten Marktdaten sind statistische Daten (Quelle: vdp Research) und keine Einschätzung von Marktteilnehmern, betont die pbb und grenzt sich damit nach eigenen Angaben von anderen Büromarktindizes ab. Garniert wird die pbb-Marktanalyse, die quartalsweise erscheint, mit Berichten zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, zum Flächen- sowie zum Investmentmarkt.

Für das dritte Quartal 2018 weist der Gesamtindex zwar einen leicht niedrigeren Wert als im Vorquartal aus. Der Aufschwung beginnend ab dem ersten Quartal 2009 bleibt jedoch intakt. Im pbb-Duktus heißt das: "Die sieben größten deutschen Büromärkte entwickeln sich einzeln und in Summe nach wie vor besser als im langjährigen Durchschnitt." So hätten sich Büroflächen in Berlin zu "einem sehr knappen Gut entwickelt". Die Leerstandsquote beträgt hier aktuell rund 2%, die Spitzenmiete liegt bei 32 bis 33 Euro/m². In München wurden in den ersten drei Quartalen die höchsten Flächenumsätze seit 2001 erzielt, in besonders attraktiven Teilmärkten sei die Leerstandsquote unter 1% gesunken. In Hamburg setzt sich "die Hausse auf dem Büroflächenmarkt fort" und auch in Düsseldorf, Köln und Stuttgart sinken die Leerstände und steigen die Mieten.

In Frankfurt brummt ebenfalls der Büromarkt. Der Leerstand ist auf ein erträgliches Maß von rund 7% gesunken, es wird investiert und viel gebaut. Allerdings sei rund die Hälfte der Flächen noch nicht vermietet. "Hier ist abzuwarten, in welchem Umfang Finanzdienstleister diese Flächen im Zuge des Brexits anmieten."

Mit Vorsicht sollten auch die niedrigen Anfangsrenditen in den sieben A-Städten genossen werden. "Aus Gründen der Marktstabilität wäre es wünschenswert, wenn sich die Kapitalwerte nicht weiter von der Mietentwicklung abkoppeln würden."

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!