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Projekte | 01.11.2018

Aus IZ44/2018, S. 17

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Studenten entwickeln ein urbanes Quartier

Quelle: Union Investment
Bislang belegen Real und Media-Markt den Hauptteil der rund 10 ha großen Fläche. Künftig soll hier ein Wohn- und Gewerbegebiet entstehen.

Quelle: Union Investment

Nürnberg. Die Hamburger Fondsgesellschaft Union Investment plant ein Quartier mit Einzelhandel, Wohnen und Gewerbe. Die Ideen dazu sollen Studenten liefern.

Kein Stararchitekt, kein renommiertes Planungsbüro, sondern die Studenten aus fünf Hochschulen sollen die Grundzüge eines 10 ha großen Geländes am Rande des Gewerbegebiets Höfen im Westen Nürnbergs neu definieren. Die Union Investment und der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft haben diese Idee entwickelt. In dieser Woche stecken in Nürnberg 40 Studenten die Köpfe zusammen und brüten in einem gemeinsamen Workshop, wie sie das Quartier der Zukunft in der fränkischen Metropole umsetzen können.

Noch steht an der Virnsberger Straße 2 ein Fachmarktzentrum mit Mietern wie Real und Media-Markt. Doch die Gebäude sind in die Jahre gekommen. Hinzu kommen ein großer Parkplatz und eine rund 30.000 m² große brachliegende Fläche. Im Gesamten geht es somit um etwa 100.000 m². "Im Meister-Areal schlummern enorme ungenutzte Potenziale", findet Bent Mühlena, Leiter Immobilienprojektmanagement bei der Union Investment Real Estate.

Diese Potenziale ergeben sich insbesondere aus der geplanten benachbarten Entwicklung des neuen Stadtteils Tiefes Feld. Das Gewerbegebiet wird nur durch eine Straße von dem künftigen Wohngebiet getrennt. Auf etwa 72 ha entstehen in den kommenden Jahren etwa 1.200 Wohneinheiten, Kitas, Schulen und ein Quartierszentrum an der geplanten U-Bahn-Haltestelle mit Einzelhandel und Dienstleistungen. Aus diesem Grund ist man bei der Stadt auch wenig begeistert, dass die Union Investment auf ihrem Areal bis zu 35.000 m² für den Einzelhandel eingeplant hat. So sollen Media-Markt und Real als Mieter gehalten werden.

Die Stadt würde das Gewerbegebiet lieber als Ganzes erhalten, kann sich aber im Süden des Areals durchaus Wohnungen vorstellen. Diese hat die Union Investment mit bis zu 25.000 m² Bruttogrundfläche eingeplant. 15.000 m² sind für gewerbliche Nutzungen wie ein Ärztehaus, eine Kita oder Verwaltungseinrichtungen vorgesehen. Hinzu kommen könnte auch ein Bürohaus mit rund 10.000 m² für Start-ups oder Unternehmen aus der Kreativwirtschaft.

Innerhalb dieses Rahmens sollen sich die Studenten bis zum kommenden Jahr austoben. Das gesamte Wintersemester 2018/2019 haben die Teilnehmer Zeit, Nutzungskonzepte für das Meister-Areal zu entwickeln. Ende Februar 2019 sollen 15 Konzepte vorliegen, die von einer Fachjury bewertet werden. Der Sieger soll dann auf der Jahrestagung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft Anfang Oktober 2019 in Frankfurt am Main gekürt werden.

Mühlena verspricht sich von dem Wettbewerb kreative Impulse, um aus dem Gewerbegebiet ein Areal "der nächsten Generation" zu machen. Im Gegenzug könnten sich die Studenten in Form einer Bachelor- oder Masterarbeit mit einem praxisnahen Thema auseinandersetzen. Zusätzlich bekommt der Gewinner ein Preisgeld von 10.000 Euro.

Die Universitäten aus Aachen, Darmstadt, Karlsruhe und Kassel sowie eine Fachhochschule aus Regensburg beteiligen sich an dem Wettbewerb. "Das verspricht ein vielfältiger Mix an Ideen zu werden", hofft Mühlena.

Die Union Investment hatte 2014 das SB-Warenhaus Real zunächst für den Immobilienfonds UniInstitutional German Real Estate angekauft. In diesem Jahr kamen die weiteren Immobilien auf dem Areal hinzu. Schon beim Ankauf stand für die Union Investment die Entwicklung des Areals, das seine Bezeichnung dem früheren Meister-Verbrauchermarkt verdankt, im Raum. Nun sollen Studenten aus dem Grundstück und den Freiflächen einen innerstädtischen Standort machen.

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