Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Digitales | 01.11.2018

Aus IZ44/2018, S. 13

Von Monika Hillemacher

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Theißen Stollhoff & Partner
  • Organisationen:
    Zentralverband des Deutschen Baugewerbes
  • Personen:
    Frank Stollhoff

Öffentliche Bauaufträge nur noch elektronisch

Quelle: Fotolia.com, Urheber: momius
Um ein Bauprojekt zu ergattern, müssen Bewerber sich künftig ins Internet begeben.

Quelle: Fotolia.com, Urheber: momius

Wer Bauaufträge europaweit ausschreiben oder ergattern will, kommt nicht mehr um die sogenannte eVergabe drumrum. Das gilt zumindest dann, wenn die öffentliche Hand im Spiel ist.

Die Übergangsfrist, bis zu der öffentliche Auftraggeber die Wahl hatten, Projekte im Nettowert von 5,548 Mio. Euro an aufwärts entweder analog oder elektronisch zu vergeben, ist abgelaufen. Jetzt gibt es nur noch einen Marktplatz: den digitalen, meist auf Basis von Vergabeplattformen. Die Pflicht zur europaweiten eVergabe nach § 11 VOB/A EU gilt seit dem Stichtag 19. Oktober, so der Zentralverband des deutschen Baugewerbes. Und zwar "für den gesamten ausschreibungspflichtigen Bereich, wenn die öffentliche Hand mit von der Partie ist", sagt Rechtsanwalt Frank Stollhoff von Stollhoff Theißen & Partner, Berlin. Eingeschlossen sind auf Auftraggeberseite auch Unternehmen, an denen Kommunen, Bund und Länder beteiligt sind oder auf die sie großen Einfluss ausüben, wie zum Beispiel kommunale Wohnungsbaugesellschaften, Kliniken oder Flughäfen (§ 99 GWB).

Im eVergabeverfahren kommunizieren Ausschreibender und Bieter ausschließlich online: von der Bekanntmachung bis zur Erteilung des Zuschlags. Bieter müssen ihre Angebote in elektronischer Form abliefern, ebenso sind Nachweise online einzugeben und Fragen online zu stellen. Anworten des Auftraggebers kommen ebenfalls übers Netz. Um Mauscheleien im Verfahren zu verhindern, "muss der Auftraggeber bis zur Submission die Verschlüsselung der Angebote sicherstellen", sagt Stollhoff. Bieter ihrerseits brauchen nicht zu verschlüsseln, müssen ihre ePost aber signieren. "Ein gescanntes Fax reicht nicht", betont der Anwalt. Bei Bauvergaben unterhalb der 5,548-Mio.-Euro-Schwelle bleiben schriftliche Angebote weiterhin zulässig. Der Auftraggeber hat jedoch die Option, auf digital umzusatteln. Pflicht ist das nicht.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!