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Unternehmen | 01.11.2018

Aus IZ44/2018, S. 8

Von Robin Göckes

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    ORPEA, Orpea Deutschland Immobilien Services
  • Personen:
    Ian Biglands
  • Immobilienart:
    Senioren-/Pflegeimmobilien

Orpea strukturiert das Portfolio um

Quelle/Urheber: Orpea Deutschland GmbH
Das Orpea-Projekt am Phönixsee in Dortmund soll 99 Servicewohnungen bieten und im Herbst 2020 seine Pforten öffnen.

Quelle/Urheber: Orpea Deutschland GmbH

Mit Hotel-Know-how will der Pflegeheimbetreiber Orpea in den kommenden Jahren wachsen. Ian Biglands übernimmt die Geschäftsführung der konzerneigenen Immobiliengesellschaft. Und er hat viel vor.

Die Pipeline von Orpea in Deutschland ist gut gefüllt. Von 2019 bis Ende 2022 hat der Pflegeheimbetreiber, der schon jetzt mit mehr als 160 Standorten einer der größten in Deutschland ist, die konkrete Eröffnung oder Erweiterung von 18 Pflegeheimen im Fokus. Das Ende der Fahnenstange ist damit aber noch nicht erreicht. "Das soll unser Minimum sein. Wenn wir das richtige Projekt finden und die Kaufpreise passen, können und werden wir auch mehr machen", sagt Ian Biglands, der seit Anfang November Geschäftsführer der Orpea Deutschland Immobilien Services (Odis), der Immobiliengesellschaft des Orpea-Konzerns, ist.

Für Biglands selbst sind Pflegeheime Neuland. Der gebürtige Brite, der seit 2000 in Deutschland lebt und arbeitet und eigentlich Bauingenieur ist, kommt aus der Hotelwelt. In den vergangenen Jahren hat er zunächst am Wachstum der B&B-Kette und in der Folge am Markteintritt von Premier Inn in Deutschland gearbeitet. Wachstumskompetenz und eine grundsätzliche Fokussierung auf den Servicegedanken - diese Qualitäten soll er nun für Orpea nutzen. "Ich werde bald 50 Jahre alt, war 13 Jahre in der Hotelbranche. Jetzt habe ich eine neue Herausforderung gesucht, und die Pflegebranche hat mich interessiert", sagt Biglands.

Die Immobiliengesellschaft des Pflegeheimbetreibers will unter der Regie Biglands die Zahl der eigenen Immobilien stark ausbauen. Bislang sind 90% der Heime, die Orpea in Deutschland betreibt, gemietet. Das passt weder zum Zukunftskonzept noch zum eigentlichen Konzernstandard. "In Europa betreibt Orpea derzeit rund 800 Pflegeheime. Nur etwa die Hälfte davon ist gemietet. In Deutschland streben wir eine ähnliche Quote an", erklärt Biglands. Entsprechend finden sich in der Liste der geplanten Standorte für die kommenden Jahre ausschließlich eigene Entwicklungen. "Das heißt nicht, dass wir nicht doch noch irgendwo mieten, wenn alles passt. Aber der Fokus ist ein anderer." Die Einrichtungen selbst zu bauen, bringe viele Vorteile mit sich. "Wir können sie genau auf unseren Betrieb zuschneiden. Das Problem mit Mietobjekten ist oft, dass Projektentwickler dazu neigen, die maximale Fläche zu realisieren. Für uns ist das nicht ganz optimal", erklärt der neue Odis-Geschäftsführer.

Doch die Wachstumsstrategie geht nicht alleine mit der Fokussierung auf eigene Bestandsimmobilien einher, sondern auch mit der Schaffung neuer Angebote abseits des ganz klassischen Pflegeheims. In den meisten Entwicklungen für die kommenden Jahre sind nicht nur traditionelle Pflegeheimzimmer vorgesehen, sondern auch Servicewohnungen und in vielen Fällen ambulante Pflegedienstleistungen.

Insgesamt umfasst die Pipeline derzeit 1.543 zusätzliche stationäre Pflegeplätze, 235 Plätze für Kurzzeitpflege sowie 515 Servicewohnungen. Die meisten neuen Standorte, die Orpea mit diesem Muster plant, verfügen über 80 oder 100 Pflegeplätze und werden damit deutlich größer als das durchschnittliche Pflegeheim in Deutschland. Dieses hat nach den jüngsten Ergebnissen des Wüest-Pflege-Atlas 2018 etwa 68 Plätze.

Auf die Suche nach passenden Projekten und Bestandsobjekten zur Erweiterung der schon jetzt bestehenden Pipeline macht sich Ian Biglands in ganz Deutschland. "Das Ankaufsprofil beginnt in Städten mit etwa 10.000 Einwohnern aufwärts. In den meisten Gegenden sind wir in der Lage, die aufgerufenen Preise zu halten. Aber wir schauen ganz besonders auch in Wohnbaugebieten. Und da sind wir eben nicht alleine", erklärt der neue Odis-Chef. Ein Fokus liege dabei auf den südlichen Bundesländern, etwa Baden-Württemberg. Der Grund dafür ist einfach. "Unter anderem in dieser Region sehen wir extremen Bedarf an Pflegeheimen für die nächsten Jahre."

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