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Märkte | 25.10.2018

Aus IZ43/2018, S. 26

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

"Bremen ist deutlich interessanter geworden"

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Andreas Heyer (l.) und Martin Günthner vor dem neuen Bremer Stand auf der Expo Real in München.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Bremen. Auch mit einer Grunderwerbsteuer von 6,5% sei Bremen offensichtlich für Investoren interessant, erklärt Wirtschaftssenator Martin Günthner auf der Expo Real.

"Einkaufsmetropole mit Zukunft" hat die Bremer Wirtschaftsförderung (WFB) das Einzelhandelskapitel im Immobilienmarktreport Bremen 2018 überschrieben. Und in diesem Jahr kann diese These mit Fug und Recht formuliert werden. Kurt Zech, Christian Jacobs, die Schapira-Brüder, denkmalneu und andere Investoren haben vor, in der Bremer City für 1 Mrd. Euro zu bauen. "Bremen ist durch diese Projekte und die Diskussionen dazu deutlich interessanter für Investoren geworden", sagt Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) auf der Expo Real in München. Wirtschaftsförderer Andreas Heyer betont: "Der positive Trend der letzten zwei bis drei Jahre wird verstärkt." Zudem seien B-Städte im aktuellen Immobilienboom verstärkt im Fokus überregionaler Investoren. Diese Nachfrage erübrigt aus Perspektive des sozialdemokratischen Senators die zum Wohngipfel in Berlin angestellten Überlegungen, die Grunderwerbsteuer zu senken. "Bremen zeigt, dass man auch mit 6,5% für Investoren attraktiv ist."

Der Boom allerdings führt zu deutlich steigenden Grundstückspreisen sowie Baukosten in puncto Mensch und Material. Die Schapira-Brüder haben das 11.000 m² große Areal der Sparkasse Bremen am Brill für rund 50 Mio. Euro erworben und Gesamtinvestitionen von 250 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Im Sommer legte Schapira nun Pläne vor, die das vorgesehene Bauvolumen von 47.000 m² BGF für Wohnen, Büro und Einzelhandel um nahezu das Doppelte übertreffen. Das Wirtschafts- und das Bauressort sind sich nicht ganz einig, wie mit dieser Forderung umzugehen ist.

"Es ist doch sinnvoll, wenn ein Investor mehr bauen will", zeigt sich Heyer sehr offen. "Stadtplanung ist gut, aber Investoren arbeiten renditeorientiert. Es tut der Stadt doch nicht weh, wenn mehr gebaut wird." Das sieht das Bauressort anders und verweist auf die Ergebnisse des öffentlichen Workshopverfahrens von Anfang 2018. Günthner zeigt sich entspannt. "Es ist ja nichts Neues, dass sich Renditeerwartung und Stadtplanung aufeinander zubewegen müssen. Schapira sind wichtige Investoren für Bremen."

Grundsätzlichen Handlungsbedarf seitens der kommunalen Abwicklung der zahlreichen Innenstadtprojekte sieht der Senator bei den Mitarbeitern. "Wir werden es mit dem bestehenden Personal nicht schaffen." Aber eine neue Struktur zur Koordination der vielen Projekte gedenkt er nicht aufzubauen. "Wir müssen einfach sicherstellen, dass die Schnittstellen funktionieren." Bremen habe bei den letzten Großprojekten in der City - vor 20 Jahren - bewiesen, dass es mit städtischen Ressourcen klappt. Heyer erinnert daran, dass die Sonderstruktur der Überseestadt GmbH später in die WFB integriert wurde.

Die Zahlen für den Bremer Einzelhandel entwickeln sich 2017 und 2018 positiv. Die Durchschnittsmiete (85 Euro/m²) und die Spitzenmiete (130 Euro/m²) sind seit Jahren stabil in der Bremer City. Der Immobilienmarktreport meldet 35 Neueröffnungen in A-Lagen "sowie verstärkt in guten B-Lagen". Dazu zählen die H&M-Premium-Marke Cos im Erdgeschoss des neuen Hotels Überfluss in der Sögestraße sowie Nanu-Nana auf zwei Etagen in der Obernstraße. In der Katharinenpassage eröffnete Lloyd einen Konzeptstore. 2019 bezieht der Damenmodeanbieter Appelrath Cüpper 2.400 m² in dem Teil des Bremer Carrees, das Quest Investment 2017 gekauft hatte, aktuell modernisiert - und dem Vernehmen nach bereits wieder verkauft hat.

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