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Märkte | 25.10.2018

Aus IZ43/2018, S. 5

Von Katja Bühren

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), Zentralverband des Deutschen Baugewerbes
  • Personen:
    Andreas Ibel
  • Immobilienart:
    Wohnen, Büro

Baupreise steigen und steigen

Die Baupreise kennen derzeit nur den Weg nach oben. Davon profitiert die Baubranche. Der Bauverband BFW sieht den Preisanstieg kritisch.

Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude sind im August 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,6% gestiegen. Das ist laut Statistischem Bundesamt das stärkste Plus gegenüber dem Vorjahresmonat seit November 2007. Für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden kletterten die Baupreise binnen Jahresfrist sogar um 5,8%, für Ausbauarbeiten um 3,9% nach oben. Die Neubaupreise für Bürogebäude wuchsen um 4,7%.

Von der starken Nachfrage profitiert die Bauwirtschaft: Im Juli 2018 stieg der Umsatz im Hochbau gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,7% (gesamte Baubranche: 9,9%). Dieser Trend setzt sich bis in den Herbst fort. Im September bewerteten die vom Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) monatlich befragten Unternehmen die Geschäftslage vor allem im Wohnungsbau als "gut", im Gewerbe- und Straßenbau als "gut bis befriedigend". Die Bautätigkeit habe gegenüber den Sommermonaten noch einmal angezogen, so der ZDB. Der Auftragsbestand reicht in diesem Bereich für knapp 3,5 Monate.

Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) sieht die Baupreisentwicklung kritisch: Es müsse eine wirksame Dämpfung des Anstiegs erfolgen. Er fordert, bei der Einführung der befristeten Sonderabschreibung im Mietwohnungsbau realistische Baukostengrenzen. "Parallel muss eine Anpassung der linearen Abschreibung an den tatsächlichen Werteverzehr im Gebäudebereich erfolgen. Nur so werden Nachfrageschwankungen verhindert und langfristige Kapazitätsplanungen ermöglicht", sagt BFW-Präsident Andreas Ibel.

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