Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Märkte | 10.10.2018

Aus IZMessezeitung 03 Mittwoch/2018, S. 54

Von Robin Göckes

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Terragon
  • Personen:
    Michael Held
  • Immobilienart:
    Wohnen, Senioren-/Pflegeimmobilien

Betreutes Wohnen "Milliardenpotenzial"

Quelle: Immobilien Zeitung
Michael Held hofft auf Mitbewerber im Geschäft mit dem Betreuten Wohnen. Die würden den Markt beleben.

Quelle: Immobilien Zeitung

Für Investitionen in zusätzliche Wohnungen mit Service sieht Terragon-Chef Michael Held ein Milliardenpotenzial. Und das nicht nur aufgrund der demografischen Entwicklung.

Auf satte 64,5 Mrd. Euro beziffert Michael Held das derzeit mögliche Investitionspotenzial beim Betreuten Wohnen für Wohneinheiten mit einer Monatsmiete von 600 Euro aufwärts. Bislang noch nicht genutzte Chancen böten sich in allen Gemeindegrößen, ist der Geschäftsführer des Projektentwicklers Terragon nach entsprechenden Recherchen und Analysen seines Hauses überzeugt. Insgesamt bestehe aktuell ein Bedarf an 550.000 Wohneinheiten, lediglich 300.000 seien vorhanden. Besonders in kleineren Gemeinden bis zu einer Größe von 20.000 Einwohnern sei die Versorgungslage schlecht. "Dabei weiß eigentlich jeder, der schon einmal in solchen Gemeinden ein Angebot an Betreutem Wohnen geschaffen hat, dass die Vertriebssituation toll ist."

In 94% aller Kommunen sei das Angebot nahe null. "Der Markt ist total unterentwickelt. Wohnortnah ist oft überhaupt nichts zu finden. Besonders für die Mittelschicht gibt es meistens überhaupt nichts, was ihren finanziellen Möglichkeiten entspricht."

Vom Markt verkannt werde bisher, für wie viele Senioren auch hochpreisige Wohnangebote mit Service erschwinglich sind. "Es sind Millionen", sagt Held. Alleine in Aachen etwa könnten sich 84% der Senioren eine Mietbelastung von 1.000 Euro im Monat leisten. "Damit wären wir bei einem Angebot mit Zwei- bis Drei-Sterne-Niveau."

Herumgesprochen hat sich zwar, dass die Bevölkerung immer älter wird und damit auch die Nachfrage nach Wohnen mit Service mutmaßlich steigen wird. "Man spürt schon, dass sich institutionelle Investoren zunehmend diesem Segment nähern. Aber es schlägt sich einfach noch nicht ausreichend im Markt nieder. Dass noch immer Neubauten entstehen, die nicht einmal barrierefrei sind, ist ein echter Witz", sagt Held.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!