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Digitales | 20.09.2018

Aus IZ38/2018, S. 10

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:

Marktunterschiede halten Proptechs klein

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler
Wohnzimmeratmosphäre beim Proptech-Plausch mit (v.l.) Ivan Nokhrin (Russland), Daniel Kraft (Schweden), James Dearsley (UK), Leo Lo (Hongkong) und Robin Rivaton (Frankreich).

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Die Proptech-Szene wird zunehmend erwachsen, realisiert Pilotprojekte mit etablierten Unternehmen und finanziert sich über spezialisierte Kapitalgeber. Doch die starke regionale Prägung der Immobilienmärkte hält das Wachstum noch zurück, wie beim internationalen Austausch auf der Konferenz Future Proptech in Berlin deutlich wurde.

Zum zweiten Mal zeigte die Berlinausgabe der Konferenzreihe Future Proptech mit rund 400 internationalen Teilnehmern, dass die Hauptstadt der mit Abstand angesagteste deutsche Standort für immobilienlastige Technologiethemen ist. Das bestätigen die harten Daten: Die aus Großbritannien stammende, global agierende Branchenplattform Unissu hat für Deutschland jüngst eine Zahl von 273 Proptechs ermittelt, davon befinden sich 79 in Berlin, der Rest ist bunt über die Republik verstreut. Dezentralisierung war eben schon immer eine Besonderheit des deutschen Marktes, dem können sich Proptechs nicht entziehen.

Die Szene, die mit ihren Ideen das Immobiliengeschäft revolutionieren will, ist nicht nur hierzulande in den vergangenen beiden Jahren deutlich reifer geworden. Die Zahl der Pilotprojekte zwischen Start-ups und erfahrenen Immobilienunternehmen nimmt zu, die Finanzierungssummen steigen und mit Wagniskapitalgebern wie BitStone Capital und PropTech1 Ventures haben echte Branchenspezialisten ihre Arbeit aufgenommen. Ganz zu schweigen von den Digitalbeauftragten der großen Player, die allesamt nach dem neuen, umwälzenden Anwendungsfall Ausschau halten und genau deswegen auf einer Veranstaltung wie der in Berlin nicht fehlen dürfen. Die Gespräche waren lebhaft - und dennoch ist den Proptech-Gründern eine gewisse Ernüchterung anzumerken, denn ein schnelles Ausrollen von Geschäftsmodellen, wie es etwa in Handel und Unterhaltung gang und gäbe ist, verhindern im Immobiliensegment gleichermaßen nationale Regulierung wie gewachsene Marktstrukturen.

"In Frankreich gibt es keine großen Wohnungsunternehmen, der Markt ist in unzählige kleine Privatvermieter zersplittert", sagt Robin Rivaton, Gründer der französischen Proptech-Community Real Estech. Das mache es schwer, digitale Innovationen in der Wohnungswirtschaft unterzubringen. In Australien wiederum wird der Immobilienmarkt von den Reits dominiert, in Skandinavien von großen Staatsfonds. In jeder Region sind es andere Spieler, die überzeugt werden wollen und entsprechend eine eigene Ansprache erfordern. "China ist extrem innovativ, Technologieunternehmen sehen hier die Immobilienbranche als Wachstumsfeld", ergänzt der asiatische Proptech-Spezialist Leo Lo. Und Deutschland? Das brauche mehr Mut in der Politik und am besten ein eigenes Digitalministerium, fordert die FDP-Abgeordnete Bettina Stark-Watzinger.

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