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Unternehmen | 20.09.2018

Aus IZ38/2018, S. 3

Von Nikolas Katzung

In diesem Artikel:

Helaba bringt Kreditfonds für Sparkassen

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) legt einen Immobilienkreditfonds für Sparkassen auf. Der Spezial-AIF könnte die Blaupause für eine ganze Serie von Fonds werden.

Mit dem Fonds betritt die Helaba Neuland: Erstmals bietet die Konzerntochter Helaba Invest einen Immobilienkreditfonds an. Bisher konzentrierte sich die Kapitalverwaltungsgesellschaft ausschließlich auf Immobiliendachfonds, die das Vermögen in direkt investierende Spezialfonds steckten. Außerdem ist es der erste Fonds, der gemeinsam mit der Konzernmutter konzipiert wurde und kooperativ gemanagt wird. Die Helaba liefert das Produkt, also die Immobilienkredite, und ist zuständig für das Kreditmanagement, die Helaba Invest ist der Portfoliomanager und trifft damit die Entscheidung, welche Immobilienkredite für das Fondsvermögen angekauft werden sollen.

Das Zielvolumen des HI-Immobilien-Kredit-Fonds I, der nach deutschem Recht aufgelegt wurde, beträgt 250 Mio. Euro. In einem ersten Closing wurden bereits 100 Mio. Euro eingesammelt, bis Anfang November soll der Fonds voll platziert sein. Erwartet wird eine Nettorendite von ca. 1,4% p.a. Zeichnungsberechtigt sind ausschließlich Sparkassen, und zwar bundesweit, also nicht nur im Verbundgeschäft der Helaba, das sich über die Länder Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg erstreckt. "Mit der Auflegung des Immobilienkreditfonds kommen wir dem Wunsch vieler Sparkassen entgegen, am Kreditportfolio der Helaba partizipieren zu können", sagt Norbert Kellner, Leiter Debt Capital Markets Real Estate bei der Helaba. Das konnten die Sparkassen bislang nur in Form von Einzeldeals, also im Wege der klassischen Syndizierung. Mithilfe des Kreditfonds könnten sich nun auch kleinere Sparkassen an Helaba-Krediten beteiligen. Die Mindestzeichnungssumme für den Fonds liegt bei 5 Mio. Euro.

Für diesen erwirbt die Helaba Invest Kredite von der Konzernmutter, die erstrangig besichert sind, auf Euro lauten, mindestens ein Investmentgrade-Rating haben und Laufzeiten von in der Regel fünf bis acht Jahre aufweisen. Geografischer Schwerpunkt ist Deutschland, rund die Hälfte der Investments soll mit Büroimmobilien besichert sein. Die Helaba verpflichtet sich, mindestens 25% eines jeden abgetretenen Darlehens über die Laufzeit zu behalten. In der Praxis werde die Quote deutlich darüber liegen, kündigt Kellner an. Die Kredite werden dabei nicht tranchiert, also nicht in Risikoklassen unterteilt, was den Vorteil mit sich bringe, dass die Sparkassen ihre Fondsanteile als Depot-A-Investitionen klassifizieren könnten und aufseiten der Helaba eine Risikoentlastung entstünde, die Spielraum für weiteres Neugeschäft ermögliche.

Das erste Investment ist laut Uwe Trautmann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Helaba Invest, bereits erfolgt. Die nächsten vier Käufe stünden unmittelbar bevor. Um das Fondsvermögen ausreichend zu diversifizieren, strebt Trautmann zwischen zehn und 15 Einzelinvestments an. Geplant sei, mehrere Fonds dieser Art für Sparkassen aufzulegen. Das Fondskonzept könnte als Blaupause "für viele weitere Kreditfonds dienen". Theoretisch denkbar sei, auch andere Investorengruppen damit zu bedienen, wie zum Beispiel Versicherungen oder Pensionskassen - dann aber bei einem anderen Risikoprofil mit höherer Rendite. "Versicherungen brauchen 3% bis 3,5%", sagt er. Die avisierten 1,4% Nettorendite für die Sparkassen hält Trautmann aber für attraktiv. Gegenüber der Rendite, die sie mit Pfandbriefen und Staatsanleihen erzielten, sei das schließlich "eine hoch attraktive Anlagealternative".

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