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Projekte | 13.09.2018

Aus IZ37/2018, S. 25

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Medien Campus trägt die Richtkrone

Quelle: Ed. Züblin AG, Urheber: Marcus Bischof
Zum Richtfest verbirgt sich das Gebäude hinter einem Gewirr aus Stahlstützen und Betonsäulen, die der spektakulären Architektur geschuldet sind.

Quelle: Ed. Züblin AG, Urheber: Marcus Bischof

Berlin. "Überwältigend schön" müsse die zukünftige Digitalzentrale des Axel-Springer-Konzerns werden, lautet die Vorgabe von Vorstand Mathias Döpfner. Ob das klappt, ist offen. Vergangene Woche hat der Medienriese erst einmal Richtfest im Rohbau gefeiert.

Errichtet wird ein Kubus auf einem vorher teils als Parkplatz, teils als Grünfläche genutzten, gut 10.000 m2 großen Grundstück nördlich vom Springer-Hochhaus. Das Grundstück zwischen Zimmer- und Schützenstraße befindet sich zum Teil auf dem Gebiet des früher zu Ostberlin gehörenden Stadtteils Mitte, zum Teil auf Kreuzberger Boden.

Verlagsgründer Axel Springer ließ die 78 m hohe goldfarbene Zentrale seines Hauses bis 1966 direkt an die Berliner Mauer in Kreuzberg bauen. Der Turm mit 19 Stockwerken galt dem konservativen Zeitungsmacher als Fackel der Freiheit in den seiner Meinung nach unterdrückten Osten. In guter alter Tradition wurde am 2. Mai, dem Geburtstag des 1985 verstorbenen Medienmoguls, im vergangenen Jahr der Grundstein für ein neues Verlagsgebäude am ehemaligen Mauerstreifen gelegt. Bis zu 3.500 Menschen sollen ab Frühjahr 2020 in dem Gebäude arbeiten.

Im Mai 2013 lobte Springer den Wettbewerb für den Medien Campus aus. Gewinner aus 18 Teilnehmern war im März 2014 mit getönten Glasflächen, miteinander verbundenen Terrassen im Inneren, die der Kommunikation dienen, und Bauelementen in 3D-Optik das vom Stararchitekten Rem Koolhaas mitbegründete internationale Büro Office of Metropolitan Architecture (OMA). Der Hingucker des Entwurfs ist ein 45 m hohes Atrium, das sich durch das gesamte Gebäude zieht und sich zum bestehenden Verlagsgebäude hin öffnet. Weit über 1.000 t Stahl müssen den Bau abstützen.

Die ausgefallene Architektur des neuen Verlagsgebäudes soll Menschen zu kreativen Lösungen animieren und gleichzeitig zeigen, dass sich der Axel Springer Verlag in der modernen digitalen Welt erneuern und behaupten kann. Arbeitsschwerpunkte werden die digitalen Angebote des börsennotierten Konzerns, aber auch etablierte Medienmarken sein. Im Erdgeschoss werden öffentliche Flächen für Restaurant, Café und Veranstaltungen errichtet. Die besondere Lage des spektakulären Neubaus mit 13 Stockwerken und mehr als 52.000 m2 Geschossfläche thematisiert Rem Koolhaas, indem er den Verlauf der früheren Mauer im Atrium nachzeichnet.

Im Jahr 2017 hatte eine Gesellschaft des norwegischen Staatsfonds Norges Bank Real Estate Management das Haus gekauft. Axel Springer wird das Gebäude bei Fertigstellung Ende 2019 zurückmieten. Der aufsehenerregende Verkauf war im vergangenen Jahr der dickste Deal am Berliner Investmentmarkt. Denn nicht nur den jetzt gekrönten Medien Campus stieß Döpfner im Berliner Zeitungsviertel aus den Büchern. Gleichzeitig haben Blackstone Real Estate Partners Europe V und Quincap Investment Partners die in unmittelbarer Nähe des Neubaus gelegene, zehngeschossige Axel-Springer-Passage mit rund 52.700 m² Mietfläche erworben. Zusammen flossen stolze 755 Mio. Euro. Mit dem Modell "Nutzen statt Haben" habe das Unternehmen gute Erfahrungen gemacht, heißt es. "Immobilien zählen nicht zu unserem Kerngeschäft."

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