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Politik | 05.07.2018

Aus IZ27/2018, S. 2

Von Regina Jones

In diesem Artikel:

Die "Be-Reicherung" der Innenstädte

Wenn sich in einem Stadtviertel immer mehr Wohlhabende ansiedeln, heißt das Gentrifizierung und wird von den angestammten Bewohnern als Bedrohung empfunden. Regina Jones, Geschäftsführerin der Omega Immobilien Management, sieht in der Aufwertung von Quartieren auch Vorteile - für alle.

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Regina Jones.

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Gehobenes Wohnen ist für viele heute das Synonym für Luxuswohnen und damit vor allem für Mietervereine und Politik per se Teufelszeug. Der aktuelle Bauboom in den deutschen Ballungsregionen spielt sich jedoch meist genau in diesem Preissegment ab: Es wird für diejenigen gebaut, die zumindest über mehr finanzielle Mittel verfügen als der Durchschnittsbürger. Aber was ist schlimm daran? Wer es sich leisten kann, soll seinen Wohntraum erfüllen oder diesem zumindest ziemlich nahe kommen.

Vielfach wird plakativ argumentiert, die Reichen würden die Ärmeren verdrängen, würden sich in ihren Vierteln abschotten und bloß keinen Kontakt zur sozialen Mittel- oder gar Unterschicht wünschen. Dies ist falsch. Neue, moderne Stadtquartiere werden von Architekten und Projektentwicklern meist so geplant (und vermarktet), dass sie einen Beitrag zur Aufwertung der Nachbarviertel leisten - und so zum Motor für die gesamte Innenstadt werden. Schließlich handelt es sich fast immer um eine integrierte Stadtlage und keine isolierte und autark funktionierende Wohnsiedlung.

In der Kölner Innenstadt beispielsweise wurden im Gerling-Quartier etliche Luxuseigentumswohnungen gebaut - mit Gartenanlagen, Geschäften, Gastronomieangeboten, Hotel und Büros. Gehobener Standard ja, aber ohne Mauern oder Zäune zur Abschottung. Stattdessen mit einem zentralen Platz, der als öffentlicher Raum fungiert und damit Besuchern und Anwohnern aus benachbarten Stadtteilen offensteht. Somit kommt jeder, der möchte, in den Genuss der neu entstandenen Angebote im Quartier und des angenehmen Flairs. Nicht nur das: Die entsprechenden Stadtquartiere und ihre Bewohner können und sollen positiv auf das größere Umfeld ausstrahlen. Sicherheitskonzepte und ein neues Reinigungsmanagement beispielsweise sorgen für weniger Kriminalität und mehr Sauberkeit, die Läden und Gastronomie für neue Arbeitsplätze, die idealerweise im Umfeld vergeben werden.

Wichtig ist dabei natürlich, dass ein durchdachtes Quartiersmanagement die Belange sämtlicher Nutzer im Blick behält. Ob Gast, Anwohner oder Angestellter, Initiator oder Nutznießer des Quartiers - der Charakter und die Funktion des entstehenden Viertels sollten mit viel Fingerspitzengefühl verwirklicht werden. So partizipieren alle Menschen in den Innenstädten davon, von einer Zweiklassengesellschaft ist dies weit entfernt.

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