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Projekte | 28.06.2018

Aus IZ26/2018, S. 26

Von Martina Vetter

In diesem Artikel:

9.900 ha Konversionsfläche im Angebot

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Martina Vetter
Die halb zerfallenen Häuschen der Bergsiedlung sind Teil des ehemaligen Kasernengeländes in Krampnitz.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Martina Vetter

Brandenburg. Seit 1994 verwaltet und vermarktet das Land Brandenburg Flächen, die einst von der Westgruppe der sowjetischen Truppen (WGT) genutzt worden sind. Von einst 100.000 ha sind noch 9.900 zu haben.

Die Aufgabe, frühere Militärliegenschaften einer zivilen Nutzung zuzuführen, war gewaltig und ist auch nach bald einem Vierteljahrhundert nicht geschafft. Noch immer hat das Land Brandenburg mit Altlasten kontaminierte WGT-Areale mit inzwischen oft vollends maroden Gebäuden in der Verwaltung und sucht dafür Erwerber. Dabei sei nicht allein der Kaufpreis ausschlaggebend, erklärt der brandenburgische Finanzminister Christian Görke: "Wichtiger als der Erlös ist für das Land, dass diese Flächen saniert werden, auf ihnen Wohnungen entstehen, Gewerbe angesiedelt wird oder sie Standort zur Stromerzeugung werden.

Rund 300 Mio. Euro konnte das Land mit der Veräußerung der Liegenschaften seit 1994 einnehmen und dieses Geld wieder in die Altlastensanierung, den Rückbau und die Verwertungsvorbereitung stecken. Bei der Verwertung hatte das Land allerdings nicht immer ein glückliches Händchen. Bei den Kasernen im Potsdamer Stadtteil Krampnitz etwa konnte erst nach einem dreijährigen Rechtsstreit mit der damaligen Erwerbergesellschaft wieder das Verfügungsrecht über die attraktive Fläche gewonnen werden, die unter der Vorspiegelung falscher Tatsachen veräußert worden war.

Inzwischen sind auf dem Areal in Krampnitz die Weichen für ein Stadtquartier mit über 2.000 Wohnungen gestellt. 2017 verkaufte das Land die Liegenschaft an die Stadt Potsdam, die wie berichtet wiederum einen Teil an Deutsche Wohnen veräußert hat. Insgesamt wechselten im vergangenen Jahr 155 ha der einst militärisch genutzten Flächen den Besitzer. Dazu gehört ein rund 10 ha großes Gebiet auf dem Flugplatz Wittstock, wo ein Investor Anlagen für die Erzeugung erneuerbarer Energien errichten will, und eine 14,5 ha große Teilfläche vom Flugplatz Rangsdorf, die künftig von einem kommunalen Zweckverband genutzt wird. Aber auch für den Bau von Einfamilienhäusern wurden Grundstücke verkauft. Beispiele dafür, was mit den umgenutzten Flächen in der Vergangenheit passiert ist und wo es noch Nutzungspotenziale gibt, werden auf dem 20. Brandenburger Konversionssommer bis Ende September gezeigt.

Das Veranstaltungsprogramm zum Konversionssommer finden Sie unter: www.mdf.brandenburg.de

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