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Unternehmen | 21.12.2017

Aus IZ51/2017, S. 2

Von Christoph von Schwanenflug

In diesem Artikel:

Unibail ist nicht unbesiegbar

Mit der Übernahme von Westfield schockt der französische Centermanager Unibail-Rodamco die Konkurrenz. Ein Garant für künftige Siege ist die Übernahme aber nicht, meint IZ-Redakteur Christoph von Schwanenflug.

Quelle: Immobilien Zeitung
Christoph von Schwanenflug.

Quelle: Immobilien Zeitung

Unibail-Rodamco und Westfield - die beiden nach Ansicht mancher Experten besten Shoppingcenter-Unternehmen der westlichen Welt tun sich zusammen. Das ist ohne Zweifel ein Coup. Unibail war auch schon vor der Übernahme das Unternehmen mit vielen der größten und am besten frequentierten Einkaufszentren in Europa. Nun kommen noch die beiden Westfield-Center in London und eine geplante Mega-Mall in Mailand dazu sowie eine mit 12,3 Mrd. Euro zum Bersten volle Entwicklungspipeline in den USA und Europa. Das Centro Oberhausen, das mit 16 Mio. Menschen bestbesuchte deutsche Einkaufszentrum, kommt im unternehmensinternen Ranking der Franzosen künftig auf Platz 16.

Um zu begreifen, was diese Übernahme für die europäische Shoppingcenterbranche bedeutet, sei ein Beispiel aus dem Fußball herangezogen: Es ist in etwa so, als würden Real Madrid und der FC Barcelona ihre Mannschaften zusammenlegen und künftig gemeinsam in der Champions League antreten. Was würde da wohl Bayern-Präsident Uli Hoeneß sagen? Vielleicht erst einmal gar nichts. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass sich Alexander Otto, Chef von ECE, dem FC Bayern der deutschen Shoppingcenter-Branche, auf Anfrage nicht zu der Übernahme äußern will.

Bleiben wir beim Fußball. Als Teamchef Franz Beckenbauer 1990 nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft durch das Team der Bundesrepublik gefragt wurde, ob die Mannschaft durch die Spieler aus der DDR noch stärker und Deutschland den Weltfußball künftig dominieren würde, sagte er: "Ich glaube, dass die deutsche Mannschaft über Jahre hinaus nicht zu besiegen sein wird."

Es kam bekanntlich anders. Das Finale der EM 1992 verlor die DFB-Elf gegen den Außenseiter Dänemark. 1996 wurde Deutschland dann Europameister. In den jeweiligen Startaufstellungen der Finals stand jedoch nur ein ehemaliger DDR-Fußballer, Matthias Sammer. Nach dem Sieg 1996 setzte dann der Abstieg ein, der 2004 mit dem Ausscheiden in der Gruppenphase der EM in Portugal seinen Tiefpunkt fand. Erst da leitete der DFB die Reformen in die Wege, die den Weg für den Gewinn des Weltmeistertitels 2014 legten.

Nicht das Zusammenlegen zweier Mannschaften war die Basis für die Erfolge des deutschen Fußballs nach 2004, sondern innere Reformen. Dasselbe gilt für Unibail. Große und erfolgreiche Center zusammenzulegen, reicht als Strategie für ein paar Jahre. Für mehr nicht.

Lesen Sie hierzu den Artikel "Unibail hat jetzt das beste Center-Portfolio der Welt".

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