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Anlagen | 28.09.2017

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Aus IZ39-40/2017, S. 3

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Universität Bonn
  • Personen:
    Thomas Steger, Moritz Schularick, Oscar Jorda, Dmitry Kuvshinov, Katharina Knoll, Alan M. Taylor
  • Immobilienart:
    Wohnen

"Wohnungen schlagen Aktien"stimmt dann doch nicht so ganz

Moritz Schularick lehrt an der Universität Bonn. Viele seiner Forschungsprojekte drehen sich um die Themen Häuserpreise, Kreditblasen und Finanzwesen.

"Immobilien schlagen Aktien als Geldanlage" - diese Schlagzeile las man Anfang dieses Jahres häufig. Ein Forscherteam hatte es anhand einer Zeitreihe von 150 Jahren herausgefunden. Dass der [...]

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Die Basis der Studie

Das Forschungspapier "The Rate of Return on Everything" erschien im Juni 2017 und wurde von Oscar Jorda, Katharina Knoll, Dmitry Kuvshinov, Moritz Schularick und Alan M. Taylor verfasst. Es greift teilweise Erkenntnisse auf, die bereits in der Analyse "No Price Like Home" 2014 (Katharina Knoll, Moritz Schularick, Thomas Steger) veröffentlicht wurden.
Die dargestellten historischen Zeitreihen beginnen im Jahr 1870 und wurden für Australien, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Holland, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden, die Schweiz, Großbritannien und die USA erhoben bzw. zurückgerechnet. Die Gesamtperformance für Vermögensanlagen von etwa 7% für Aktien bzw. 8% für Wohnimmobilien bleibt in etwa gleich, egal ob der Durchschnittswert nach dem Bruttoinlandsprodukt der Länder gewichtet oder ungewichtet ermittelt wird.
Bei der Berechnung der einzelnen länderspezifischen Wertentwicklungsindizes für Aktien wurden, immer wenn möglich, Indizes verwendet, die die Entwicklung der Marktkapitalisierung der Unternehmen abbilden. Auch statistische Jahrbücher und Zeitungsartikel wurden zur Plausibilisierung berücksichtigt. Es wurde jeweils ein Wert pro Jahr ermittelt.
Gleiches gilt für die Berechnung der Wohnungspreise. Viele Zeiträume sind allerdings lückenhaft dokumentiert, und vor allem für die ersten Jahrzehnte wurde meist nur die Entwicklung in den größten Städten erfasst. In Deutschland wird der Zeitraum 1870 bis 1924 nur durch die Städte Berlin und Hamburg abgebildet, ohne Differenzierung zwischen Wohn- und Gewerbenutzung. Der Zweite Weltkrieg und die Nachkriegszeit wurden gar nicht erfasst, für 1962 bis 1975 gibt es nur Daten zur Entwicklung der Grundstückspreise.