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Unternehmen | 21.09.2017

Aus IZ38/2017, S. 7

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Warburg-HIH wirft mit Sabelko Anker in Wien

Warburg-HIH Invest hat seit dem 1. September eine eigene Niederlassung in Wien. Der erfahrene österreichische Immobilienexperte Martin Sabelko soll hier die Geschäfte in Schwung bringen.

Immerhin 10% des 6,5 Mrd. Euro großen, aktiv von Warburg-HIH Invest gemanagten Immobilienvermögens befindet sich in Österreich. "Das rechtfertigt schon eine eigene Präsenz vor Ort", sagt Geschäftsführer Andreas Schultz. "Jetzt werden wir die Marktbearbeitung intensivieren."

Im 1. Halbjahr 2017 wurden hier laut CBRE 2,4 Mrd. Euro in Anlageimmobilien investiert. Für Österreich war das zwar ein historisch gutes Ergebnis, im Vergleich zu deutschen Dimensionen (26 Mrd. Euro) ist der Immobilienstandort dennoch ein Zwerg. "Aber hier finden wir sehr viel Stabilität, das ist wichtig für unsere Core-Investoren", betont Schultz. Deutsche Investoren waren 2017 sehr aktiv - sie stellten über die Hälfte der investierten Summe und sicherten sich meist große Büroobjekte in der Hauptstadt Wien. So kaufte die Deka den DC Tower, Allianz sicherte sich das Projekt The Icon. Die starke Käufernachfrage drückte die Top-Anfangsrenditen für langfristig vermietete Büros in der Hauptstadt auf 3,95%.

Dafür, dass Warburg-HIH Invest von diesem Kuchen künftig mehr abbekommt, soll nun Martin Sabelko sorgen. Konkrete Volumensziele werden geheim gehalten. "Je mehr, desto besser" kommentiert Sabelko seine Einkaufspläne nur. "Wir wollen solide und organisch wachsen, aber ich werde mich bemühen, das Maximum zu liefern."

Im Einkauf werde man früher in Projekte einsteigen müssen als in den Zeiten, als der Run auf Immobilien noch nicht so ausgeprägt war. Sabelko stellt sich auf Forward-Deals und den Kauf ab Baugenehmigung ein. Durch die lokale Präsenz erhofft man sich mehr Nähe zu den Projektentwicklern und dadurch besseren Zugang zu Deals mit Bürogebäuden, Einzelhandel und Hotels. Bei größeren Anlagesummen werde man Club-Deals aufsetzen, ansonsten stehen mehrere hauseigene Fonds als Einkäufer bereit: Zwei paneuropäische Poolfonds haben Büro- und Handelsimmobilien in Österreich in der Allokation fest eingeplant, drei Individualmandate wollen hier ebenfalls einkaufen (Büro, Handel und Hotel).

Als "besonders spannend" für seine Investoren schätzt Sabelko das Segment Nahversorger und Fachmärkte in und um die Hauptstädte der Bundesländer ein. Hier seien noch 5% bis 5,5% Anfangsrendite machbar. "Meine Vision wäre ein Fachmarktcenterfonds." Ebenfalls interessant seien Hotels in Wien aus der Drei- bis Viersternekategorie. Diese seien, anders als die Betriebe der Luxusklasse, gut ausgelastet. "Aber natürlich hat für uns Büro die erste Priorität."

Vor einer Überbauung des Wiener Büromarkts ist ihm nicht bange. Von den derzeit fertiggestellten Büroflächen seien 70% vorvermietet. Zu viele neue Projekte wären nicht zu befürchten, da viele Grundstücke, die die Stadt früher für Büroraum ausgewiesen hätte, nun für Wohnbebauung vorgesehen seien. Auf die Frage nach der zuweilen beklagten schlechten Transparenz in Österreich antwortet der gebürtige Wiener landestypisch diplomatisch. "Die Marktdaten sind transparent und liegen auf europäischem Standard. Aber es ist nicht hinderlich, wenn man weiß, wen man anrufen muss."

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