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Märkte | 07.09.2017

Aus IZ36/2017, S. 5

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:

Höhere Kaufpreise bei weniger Kreditlast

Trotz stark gestiegener Wohnimmobilienpreise ist die Kreditbelastung der Haushalte durch Eigentumswohnungen zwischen 1991 und 2015 deutlich gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall eine Studie von empirica. Untersucht wurden 30 repräsentative Städte. Im Schnitt ging die Belastung um 62% zurück. Selbst in München, wo die Kaufpreise im genannten Zeitraum um 86% gestiegen sind, sank die Kreditbelastung laut Studie um rund 50%. Die Kreditbelastung ergibt sich aus dem Verhältnis von Zins- und Tilgungsleistungen zum Haushaltseinkommen. Zugrunde gelegt wurde eine Wohnungsgröße von 80 m2. Aber auch bei Eigenheimen (125 m2) ist laut empirica ein Rückgang um 60% zu beobachten. Hauptgrund für diese Entwicklung sind die aktuell niedrigen Zinsen. 1991 lag der jährliche Zins- und Tilgungsaufwand noch bei rund 10% der Darlehenssumme, inzwischen sind es nur noch 4,5%. Anders als die Kreditbelastung ist die Mietbelastung (regionale Mietkosten im Verhältnis zum Haushaltsnettoeinkommen) weitgehend stabil geblieben. Zwar seien die Mietkosten um 54% gestiegen. Parallel dazu hätten sich aber auch die Nettoeinkommen um 56% erhöht.

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