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| 20.04.1995

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Aus IZ09/1995, S. 9

Von sr

In diesem Artikel:

Citymarketing: "Weitaus mehr als Werbung für den Einzelhandelsstandort Innenstadt" Innenstadt muß als Produkt aufgefaßt werden / Viele Akteure arbeiten zusammen / Innenstadt-Angebot braucht ständige Verbesserung

Nürnberg (GfK) sr - Dr. Eberhard Stegner, Hauptabteilungsleiter Stadt- und Standortmarketing / Verkehr, bei der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg, beleuchtet in seinem Gastbeitrag den [...]

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Ladenschlußgesetz, Shopping und Homeshopping - Fragen, Aussagen und Behauptungen, die von einem Kunden stammen könnten:

· Unser Ladenschlußgesetz setzt uns Konsumenten enge Zeitlimits für den Einkauf. Möglichst zeitsparendes Einkaufen ist gefragt. Schließlich bleibt uns nur Freitag mittag und Samstagvormittag für den Einkauf mit der Familie. Daß viele einen dieser Halbtage für den Großeinkauf im SB-Warenhaus nutzen, liegt auf der Hand.

· Haben Einkaufszentren mit Attraktionen à la USA bei uns eine Chance? Wohl nicht, denn woher sollen die Kunden Zeit für längeren Aufenthalt nehmen? Die Zeit von 9 bis 13 Uhr am Samstag reicht gerade für den schnellen Bummel, einmal Autowaschanlage und einen kurzen Stopp beim Baumarkt. Kosten für üppigere Ausstattung zur Erhöhung der Verweildauer, mehr Attraktionen können die kurze Zeit, die den Kunden zur Verfügung steht, nicht verlängern.

· Auch für die Innenstädte gilt: Schnell rein, schnell durch, schnell raus. Zeit ist knapp und Einkaufen ist Streß!

· Einkaufen per Katalog ist schon gemütlicher. Allzuviel Auswahl ist es jedoch nicht. Leider sieht auch kaum einer so aus, wie die Mannequins und Dressmen im Katalog. Und wer weiß schon, ob die Kleidung auch an einem selbst so gut sitzt. Kostenloses Umtauschen und Rücksenden ist schön und gut, kostet aber... Zeit!

· Homeshopping per Datenleitung! Wird das die Zukunft sein? Gemütlich ist es und jederzeit zugänglich. Leider kann man aber immer noch nicht ausprobieren, wie die Kleidung an einem selbst sitzt. Immer noch nicht kann man den Stoff fühlen, das Parfüm riechen und den Käse probieren. Außerdem macht alleine vor dem Bildschirm sitzen nicht so viel Spaß wie gemeinsam Einkaufen gehen.

· Interessant ist Homeshoping schon! Wenn nur die Kosten für Telefon, Serviceanbieter, Informationsbereitsteller und heimischen PC nicht zu hoch wären.

· Können Sie Ihren Videorecorder korrekt bedienen? Wird Homeshopping für alle so einfach sein, daß es genutzt wird?

Zur Person

Dr. rer. pol Eberhard Stegner, Jahrgang 1963, war nach der Promotion von 1991 bis 1993 als Berater tätig. Seit 1993 leitet er den Bereich Stadt-, Standortmarketing und Verkehr bei der GfK, die sich seit über 30 Jahren mit Fragen der Regional- und Standortforschung beschäftigt. Standortnutzungskonzepte für Immobilien und Gewerbeflächen, Marktgutachten für Städte, Stadtmarketingberatung, Verkehrsforschung und Verkehrsentwicklungsplanung bilden die Schwerpunkte seiner Tätigkeit.