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Unternehmen | 20.10.2016

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Aus IZ42/2016, S. 17

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

GBW-Verkauf könnte neu aufgerollt werden

Bild: ah
Wem die Münchner GBW-Gruppe mit ihren rund 30.000 Wohnungen eigentlich gehört, ist eine der Fragen, die bis heute unbeantwortet sind.

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München. Vor drei Jahren verkaufte die BayernLB die GBW mit über 32.000 Wohnungen an ein Konsortium unter Führung der Augsburger Patrizia. Nun könnte der Kauf politisch und juristisch überpr [...]

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Von der BayernLB- zur GBW-Krise

Mai 2007: Die BayernLB kauft dem österreichischen Bundesland Kärnten für 1,6 Mrd. Euro die Mehrheit an der Bank Hypo Alpe Adria ab. Kurz danach ist letztere fast pleite.

August 2007: In den USA bekommt die BayernLB Probleme mit Hypothekendarlehen bonitätsschwacher Schuldner (sog. Subprime Loans).

September 2008: Die Belastungen aus den Subprime-Krediten und die Pleite der US-Bank Lehman belasten die BayernLB mit rund 5 Mrd. Euro.

Ende 2008: Der Freistaat Bayern rettet die Landesbank mit einer Finanzspritze von 10 Mrd. Euro. Das ruft die Europäische Kommission auf den Plan. Sie wittert verdeckte Beihilfen und fordert die Bank auf, rund 5 Mrd. Euro an den Staat zurückzuzahlen. Die Bank muss zudem ihre Bilanzsumme halbieren und sich von Randaktivitäten trennen. Der Plan sieht unter anderem den Verkauf der GBW vor.

Januar 2012: Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) schließt eine Übernahme der 33.000 Wohnungen durch den Freistaat aus. Sommer 2012: Die Städte München, Nürnberg, Erlangen, Würzburg und Aschaffenburg überlegen, ob sie ein gemeinsames Gebot für die GBW abgeben. Die Chancen, zum Zuge zu kommen, beziffert Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) auf "nicht über 50%". Mehr als 20 Unternehmen sollen an der GBW interessiert sein.

Dezember 2012: Die Angebote für die GBW sind eingegangen. Ausgewählte Bieter sollen im Januar 2013 einen Einblick in die Bücher bekommen. April 2013: Die BayernLB verkauft ihren 92%igen Aktienanteil an der GBW für 2,45 Mrd. Euro an ein Konsortium unter Führung des Augsburger Immobilienunternehmens Patrizia. ah

Die gesamte Recherche des Bayerischen Rundfunks gibt es zum Nachlesen und als mehrteiliges Hörstück unter: www.br.de/nachrichten/inhalt/akte-gbw-wirtschaftskrimi-100.html