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Politik | 07.04.2016

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Aus IZ14/2016, S. 4

Von Volker Thies

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Bundestag, Bündnis 90 / Die Grünen
  • Personen:
    Christian Kühn, Jan Kuhnert, Olof Leps
  • Immobilienart:
    Wohnen

Bauen wie unter Wilhelm I.

Bild: gemeinfrei
Als Wilhelm I. den preußischen Thron bestieg, galt das Gesetz zur Wohnungsgemeinnützigkeit schon seit zehn Jahren. 1989 wurde es abgeschafft.

Bild: gemeinfrei

Ein rund 160 Jahre altes Gesetz soll Abhilfe beim aktuellen Mangel an Wohnraum in Ballungsgebieten schaffen und den Mietanstieg begrenzen. Ziel ist es, wieder mehr gemeinnützige Wohnungsbaug [...]

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Mieten bis zu 30% günstiger

Im Jahr 1990, als das alte WGG auslief, gab es der Studie zufolge 3,3 Mio. Wohnungen unter seiner Geltung. Gemeinnützige Wohnungsunternehmen hatten 60% der damals vorhandenen Sozialwohnungen errichtet. Die Mieten lagen dort zwischen 10% und 30% unter dem Marktniveau, allerdings stammten zwei Drittel des Bestands noch aus den 50er und 60er Jahren. Abgeschafft wurde das WGG, weil die Bundesregierung den Wohnungsmangel als Kriegsfolge als endgültig beseitigt ansah und weil sie nicht länger auf mögliche Steuereinnahmen verzichten wollte. Der KUB-Studie zufolge ist es jedoch niemals zu höheren Einnahmen für den Staat gekommen, dafür aber zum Verkauf gemeinnütziger Wohnungen an Finanzinvestoren und zur Steigerung der Mietpreise. Die Autoren gehen außerdem davon aus, dass der Wegfall der WGG-Wohnungen die staatlichen Aufwendungen für Wohngeld und Grundsicherung erheblich erhöht hat. vt