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Märkte | 03.12.2015

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Aus IZ48/2015, S. 3

Von Volker Thies

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
  • Organisationen:
    Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen
  • Personen:
    Wolfgang Schäuble, Barbara Hendricks
  • Immobilienart:
    Wohnen

In 60 Schritten zu bezahlbarem Bauen

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Bundesbauministerin Barbara Hendricks (Mitte) präsentierte mit den Verbandsvertretern die Ergebnisse des Wohnbündnisses.

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Seit mehr als einem Jahr haben sie überlegt, diskutiert und vermutlich auch gestritten. Jetzt haben die Vertreter von 20 Verbänden und politischen Institutionen ihren Abschlussbericht zum Bü [...]

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Inzwischen haben sich mehrere Verbände und auch der Deutsche Städtetag zu den Bündnis-Vorschlägen geäußert. Einen Überblick gibt es in der nächsten Ausgabe der Immobilien Zeitung.

KOMMENTAR

Die Abschlusserklärung des Bündnisses ist ein Arbeitsprogramm und ein Positionspapier mit dem Charme, dass nicht das Ministerium es alleine in die Welt gesetzt hat, sondern dass eine breite Verbändegemeinschaft dahinter steht. Die eigentliche Arbeit beginnt allerdings jetzt mit der Umsetzung der vielen (und größtenteils guten) Ideen. Das bedeutet für die Ministerin, Gesetzes- und Regelungsinitiativen innerhalb der Regierung und gegenüber den Ländern und Kommunen tatsächlich durchzusetzen. Ebenso schwierig dürfte es für die Vertreter der Wirtschaft werden, Unternehmen dazu zu bringen, Kostenvorteile an Mieter und Wohnungskäufer weiterzugeben statt ihre Margen zu erhöhen. Schließlich ist die Ertragsoptimierung ein Lebenszweck insbesondere rein privatwirtschaftlicher Unternehmen, in der Baubranche ebenso wie bei Entwicklern und Bestandshaltern. Der Verzicht auf Erträge ist in diesem Fall aber die Gegenleistung für staatliche Wohltaten in Form von Steuervorteilen und aufgestockten Förderprogrammen. Für ein weiteres Problem bietet das Bündnis kaum eine Lösung: die vielerorts steigenden Bodenpreise und der Mangel an Fläche in einigen Ballungsgebieten. Wo schlicht Bauplätze fehlen, helfen auch ein paar Bundesimmobilien, die knappen kommunalen Flächenreserven und Regelungen zum dichteren Bauen nicht viel weiter. Die Grundbesitzer könnten sogar auf die Idee kommen, mögliche Einsparungen, die sich durch die Bündnis-Initiativen in der weiteren Wertschöpfungskette ergeben, durch höhere Preise abzuschöpfen. vt