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Märkte | 24.02.2000

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Aus IZ05/2000, S. 16

Von IZ

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Europäische Zentralbank (EZB)
  • Personen:
    Heinz-Gerhard Großmann
  • Immobilienart:
    Büro

"Der Trendkanal hat schon einiges vorweggenommen"

Wiesbaden (thk) - Sowohl Banken als auch Versicherer scheinen momentan eine abwartende Haltung zu bevorzugen. Die Zinsanpassungen in den vergangenen 14 Tagen waren quantitativ eher gering und recht [...]

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Die Zinsprognose

Von Heinz-Gerhard Großmann

Mitglied des Vorstands Allgemeine Hypothekenbank

Trotz positiver Verbraucherumfragen und damit einhergehender anziehender Binnenkonjunktur befinden wir uns weiterhin im Schlepptau der amerikanischen "Zinslokomotive". Vor dem Hintergrund eines erwarteten Wachstums in den USA von 2,5 bis 3% in diesem Jahr, eines noch angespannten Arbeitsmarktes und eines nicht zur Ruhe kommenden Aktienmarktes gehen wir davon aus, daß die Zinsen in den USA am 21. März um weitere 25 Basispunkte auf 6% steigen werden.

Sollte die US-Konjunktur robust bleiben, ist eine erneute Zinsanhebung möglich. Dies bedeutet, daß wir im Inland, insbesondere im Laufzeitbereich bis fünf Jahre, ebenfalls mit einem Zinsanstieg rechnen müssen. Der längere Laufzeitbereich dürfte dagegen nur noch moderat steigen.

Impulse aus dem Arbeitsmarkt erwarten wir nicht, glauben aber, daß die Tarifabschlüsse moderat verlaufen werden.

Dies dürfte die Konsumneigung verbessern und stabilisieren helfen. Sorge bereiten derzeit der schwache Euro und die hohen Rohstoffpreise, die zumindest vorübergehend die Inflationsrate nach oben ausbrechen lassen.

Diese Entwicklung wird insbesondere die Europäische Zentralbank im Auge behalten wollen; ein Ansteigen der Inflationsrate über die 2%-Marke würde sie zu einem restriktiveren Kurs veranlassen.

Wir sehen also noch keine Entwarnung an der Zinsfront, befürchten aber auch keine gravierenden Ausschläge, da der "Trendkanal" bereits einiges vorweggenommen hat. Wir empfehlen, zunächst im Laufzeitbereich bis drei Jahre abzuschließen und die weitere Entwicklung abzuwarten, da die Phase steigender Geldmarktzinsen sich wieder umkehren wird.