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Projekte | 15.05.2015

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Aus IZ19/2015, S. 19

Von Thorsten Karl

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Köln
  • Organisationen:
    Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen
  • Personen:
    Martin Bachem
  • Immobilienart:
    Gewerbe allgemein, Wohnen

So könnte Köln eine Metropole werden

Köln. Die Domstadt gehört zu den lediglich vier NRW-Großstädten, denen ein Bevölkerungswachstum in den kommenden Dekaden vorausgesagt wird. Ein echtes Rezept, wohin mit all den künftigen Kölnern, g [...]

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KOMMENTAR

"Wer Visionen hat, sollte lieber zum Arzt gehen!" So lautet das wohl bekannteste Zitat von Altbundeskanzler Helmut Schmidt. Das gilt aber nicht für Stadtplaner. Da müsste es eher heißen: "Wer keine Visionen hat, sollte sich nicht Metropole nennen." Nun hat Köln also eine Vision. Sie ist deutlich weniger verhalten und brav als der Masterplan aus dem Hause Speer. Sie ist laut, schrill und - ja, sie ist auch unrealistisch. Sie widerspricht so ganz und gar der Kölschen Seele, die sich gerne in ihrem Veedel vergräbt und dort den Fremden zum Absingen der Bläck-Fööss-Hymne "Drink doch eine met, stell dich nit esu ahn" verdonnert, um sich anschließend für die eigene scheinbare Weltoffenheit zu feiern. Klar ist, sollten in den kommenden Dekaden tatsächlich hunderttausende neue Kölner nach Wohnraum suchen, wird es mit der Muckeligkeit im Veedel ohnehin vorbei sein. Dann wird der Gentrifizierungsturbo noch schneller durch die Straßen fegen und alle vertreiben, die sich die Spitzenmieten nicht leisten können. Und dann wäre so ein Hochhausring, der Platz für 80.000 Menschen bietet, vielleicht gar keine so schlechte Sache. thk