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| 27.01.2000

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Aus IZ03/2000, S. 14

Von IZ

In diesem Artikel:
  • Personen:
    Theophil Graband

"In den kommenden Wochen weiterer leichter Anstieg"

Wiesbaden (thk) - In den ersten 14 Tagen des neuen Jahres veränderte sich die Tendenz der Zinsentwicklung nicht: Es geht bergauf! Um durchschnittlich 0,11 Prozentpunkte schraubten die Hypothekenbanken [...]

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Die Zinsprognose von Theophil Graband

Vorstandssprecher Noris Bank

In den ersten Januar-Wochen hat sich der Trend steigender Zinsen fortgesetzt, da die Kapitalmärkte Zinserhöhungen in den USA sowie übertriebene Inflationsängste kombiniert mit positiven Konjunkturerwartungen in Euro-Land antizipiert haben.

Man kann davon ausgehen, daß aufgrund der Nervosität die Zinsen in den kommenden Wochen noch leicht ansteigen werden, bis der Markt eine gewisse Sicherheit gefunden hat.

In den USA zeichnet sich langsam die schon seit langem erwartete Abschwächung des Wirtschaftswachstums ab, was sich bei Indikatoren wie zum Beispiel dem privaten Konsum oder den Bauausgaben ankündigt. Ein weiterer, vielleicht letzter Zinsschritt durch die FED wird die Zinsängste, die durch Amerika induziert sind, einschränken.

Für die Euro-Länder besteht derzeit ein breiter Konsens über wirtschaftliches Wachstum. Dieses Wachstum beruht sowohl auf den verschiedenen Säulen wie Export, privatem Verbrauch oder Investitionen als auch auf Entwicklungen in den verschiedenen europäischen Regionen. Deutschland, zusammen mit Italien Schlußlicht im Jahre 1999, schließt in diesem Jahr auf. Die Inflationserwartung für 2000 liegt in Deutschland bei unter 2% und ist bereits in den Zinsen eingepreist. Gefahren drohen von einem weiteren Anstieg des Ölpreises, von jetzt noch schwer abschätzbaren Umsetzungen der Forderungen nach Lohn-erhöhung sowie den möglichen Folgen aus der Parteispendenaffäre.

Sofern die makroökonomischen Daten wie erwartet vorliegen, kann man ab dem zweiten Quartal mit einer Beruhigung und auch einem Rückgang der Zinsen am langen Ende rechnen. Allerdings hat das Jahr 1999 gezeigt, daß trotz einer logischen Konsolidierungsphase die subjektive Erwartung der Kapitalmärkte die Zinsen nach oben tragen kann.

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