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Marketing | 16.10.2014

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Aus IZ41/2014, S. 14

Von Anke Pipke

In diesem Artikel:
  • Personen:
    Manfred Gotta, Ulf Witt

Exotik oder Einheitsbrei: Die Fallstricke bei der Namensgebung

Die Lage oder Architektur eines Gebäudes sind oft die ersten Aufhänger bei der kreativen Namensfindung für das Objekt. Der dritte Teil unserer Reihe zu Immobiliennamen zeigt, dass es allerdings noc [...]

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Höfe? "Das ist der einfachste Weg"

Namenserfinder Manfred Gotta kennt sich aus. Nicht nur den Namen evonik, sondern auch Persil Megaperls, Targobank und viele weitere mehr hat er aus der Taufe gehoben. Wenn es nach ihm ginge, hieße die Frankfurter Zeilgalerie heute wegen ihrer Außenfassade "Les Facettes". "Mit diesem Namen hätten sich die Menschen auseinandergesetzt", sagt er. Zeilgalerie hingegen sei nur ein Kompromiss. Diese Bezeichnung sei etwas, das ihm weh tue, "weil es eben eine Besonderheit gibt, die aber dadurch nicht kommuniziert wird". Entwicklern und Investoren, die sich über ihre Immobilie von anderen absetzen wollen, rät Gotta zu einem besonderen Namen für das Objekt. Und das dürfe nicht bei einem Anhängsel wie "No.1", "deluxe" oder "royal" enden. "Das geht ins eine Ohr rein und zum anderen wieder hinaus", sagt er. Diese Wörter würden bereits für zu viele andere Produkte verwendet. Vielmehr müsste im Vorfeld klar sein, was die Zielgruppe über die Immobilie denken soll. Ist sie extravagant? Gehoben? Gotta ist z.B. ein Freund des Namens Skyper für das Hochhaus in Frankfurt. "Da wird nicht viel herumassoziiert", sagt er. Es sei ein moderner Name, der Bezug nehme auf die Höhe des Gebäudes. Generell müsse der Name nicht grundsätzlich einen inhaltlichen Bezug zum Produkt haben, Kunstnamen funktionierten ebenfalls. "Die Geschichte ist das Produkt selbst", sagt Gotta. Schließlich wisse ja auch jeder, dass Twingo ein Auto sei.