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Märkte | 03.07.2014

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Aus IZ26/2014, S. 1

Von Christine Rose

In diesem Artikel:

Vorsicht, Landung!

Nach Preishöhenflügen vor allem in Groß- und Universitätsstädten haben Beratungsinstitute dort zuletzt deutlich geringere Anstiege im Wohnungsneubau registriert. Die von Krisenängsten, Inflationsso [...]

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Gut Luft nach oben in kleineren Unistädten

Wie sich die Preise von Neubauwohnungen künftig entwickeln könnten? empirica-Vorstand Reiner Braun ist bei dem Blick in die Glaskugel sehr vorsichtig. "Ich sehe Indizien für eine Trendwende. Das heißt nicht, dass die Preise fallen, sondern dass sie an einigen Standorten weniger stark steigen und dass sie in weniger Regionen bzw. in anderen als bisher nach oben gehen können." Das klingt nach alles und nichts, aber er formuliert es nochmals knapp: "Die Zeit großer Anstiege ist vorbei."

Eine Differenzierung nach einzelnen Städten hält er für schwierig. Grob versucht er das an der Miet- und Kaufpreisentwicklung von Neubauwohnungen seit Anfang 2006 - dem Jahr, in dem es nach einer langen Zeit des Dümpelns mit den Mieten in vielen Städten wieder bergauf ging -, an der demografischen Entwicklung sowie der Frage Wohnungsknappheit ja oder nein festzumachen. Beispiel Berlin: Dort stiegen die Preise laut empirica zwischen dem ersten Quartal 2006 und dem ersten Quartal 2014 um 49%, die Mieten um 52%. "Die Kaufpreise haben im Wesentlichen aufgeholt, was die Mieten zuvor vorgelegt haben." Angesichts der noch bestehenden Wohnungsknappheit und der positiven Bevölkerungsentwicklung erklärt er mit Blick auf Grundstückskäufer und Kapitalanleger: "Ja, Berlin ist interessant, aber man sollte genauer hinschauen."

Noch viel mehr gelte das Hinschauen für Städte wie Frankfurt und München, in denen die Preise 15% bzw. 20% stärker als die Mieten gestiegen seien, die jedoch aufgrund der argen Wohnungsknappheit und des deutlichen Bevölkerungszuwachses Preisplus-Chancen bieten würden. Auf Luft nach oben deute die Entwicklung an wachsenden Unistandorten hin: In Heidelberg und Karlsruhe zogen die Mieten z.B. jeweils 10% stärker an als die Kaufpreise. cr