Sie verwenden iz.de als Gastnutzer

Recht | 21.10.1999

Premium Bis zu 6 Premium-Inhalte / Monat im Basis-Paket (Print-Abo), unbegrenzt im Premium-Paket.
Aus IZ22/1999, S. 9

Von am

In diesem Artikel:

Fakultativ, aber empfehlenswert: Der Vorvertrag beim Immobilienerwerb inItalien Bei Nichterfüllung droht Sanktion / Bei Privatleuten spielt derFamilienstand eine große Rolle / Von Stefan Brandes / Teil 1

Nürnberg (am) - Wirtschaftsunternehmen aus den unterschiedlichsten Sparten haben auf der Suche nach neuen geeigneten Standorten längst ihren Blick auf das benachbarte Ausland gerichtet - so auch di [...]

Registrieren Sie sich kostenfrei und lesen Sie den Artikel weiter!


Mit Ihrer Registrierung willigen Sie in unsere AGB ein. Für die Nutzung unserer Services und Produkte gilt zudem unsere Datenschutzerklärung.

Italien -

Ein Immobilienmarkt

im Aufbruch

Obwohl sich Italien zur Gruppe der westlichen Industrienationen zählt, gilt der Immobilienmarkt der Appeninhalbinsel im Vergleich zu anderen europäischen Standorten beinahe als Entwicklungsland.

Schuld daran sind die ausgeprägte Intransparenz, die eine verläßliche Immobilienbewertung erschwert, sowie die bisher von den Italienern geübte Zurückhaltung, Grundvermögen an ausländische Investoren zu verkaufen. Daß sich beides in Zukunft ändern soll, bekräftigten jüngst die Veranstalter und Teilnehmer einer Konferenz, die Anfang Oktober von der Stadt Rom veranstaltet wurde. Investoren und Investmentberater, darunter prominente Namen wie Depfa, JP Morgan, ABN Amro, Schroeder und Tishman Speyer, bekräftigten ihre Absicht, in Italien zu investieren und einen funktionierenden Immobilienmarkt aufzubauen. Zugleich mangelte es nicht an kritischen Stimmen, die darauf hinwiesen daß es in vieler Hinsicht noch an den für ein sicheres Investment notwendigen klaren und verläßlichen Regelungen fehlt.

Einige deutsche Branchengrößen haben bereits erste Schritte gen Süden unternommen. Zwei offene Immobilienfonds, BfG Immoinvest und Grundbesitz-invest, erwarben 1999 je ein Bürogebäude in der Handelsmetropole Mailand. Die Depfa Bank hält derzeit für das Portfolio ihres Südeuropa-Einzelhandelsfonds Ausschau nach geeigneten Objekten. Fündig wurde bereits die Deutsche Grundbesitz-Investmentgesellschaft, die ein Einkaufszentrum nahe Udine in einen geschlossenen Immobilienfonds einstellte. Und die Westdeutsche Immobilienbank bewirbt sich als Mitglied eines internationalen Konsortiums um die Revitalisierung und Privatisierung einer Reihe von italienischen Bahnhöfen.

Auch die italienischen Immobilienaktiengesellschaften machen von sich reden. Die anstehende Übernahme der börsennotierten Unim SpA durch die Pirelli-Tochter Milano Centrale würde Berichten zufolge die größte Immobiliengesellschaft Italiens hevorbringen.

Daten zur Miet- und Preissituation auf dem italienischen Immobilienmarkt sind aus den obengenannten Gründen nur spärlich vorhanden. Den derzeit aktuellsten Überblick bietet der European Property Investment-Report von Jones Lang La Salle. Demnach müssen für Ia-Büroflächen in Mailand (dem einzigen etablierten Bürostandort des Landes) derzeit 271A/m2/Jahr bezahlt werden, Tendenz steigend. Für Ladenflächen in Toplagen liegt die Miete bei 1.033A/m2; auch hier zeigt der Trend aufwärts. Dementsprechend fallen die Renditen. Für erstklassige Büros in Mailand liegt das Niveau derzeit bei einem Anfangsniveau von 5,25% bis 5,75%.