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| 23.09.1999

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Aus IZ20/1999, S. 37

Von thk

In diesem Artikel:

"Furcht vor steigenden Zinsen verunsichert die Anleger" Alle sind sich wieder einig: An der Zinsschraube wird weiter gedreht!

Wiesbaden (thk) - Erneut nach oben haben sich die Zinskonditionen der deutschen Hypothekenbanken in den vergangenen 14 Tagen entwickelt. Sowohl die Kreditinstitute als auch die Versicherer hoben ihre [...]

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Die Zinsprognose

von

Diedrich Voß

Iduna Bausparkasse

Nach einer fast vierjährigen Zinssenkungsphase waren die Renditen für zehnjährige deutsche Pfandbriefe zu Beginn des Jahres 1999 auf ein historisches Renditetief von ca. 4% gefallen.

Die Konvergenzbemühungen der Europäischen Staaten im Vorfeld der Währungsunion zum einen, aber auch die sogenannte "Flucht in Qualität" im Zusammenhang mit Währungs- und Wirtschaftskrisen in den sogenannten aufstrebenden Ländern (Emerging Markets) waren der Treibsatz dieser Entwicklung gewesen.

Nachdem der Markt im Laufe des Jahres 1999 einigen starken Schwankungen unterworfen war, liegen die Renditen für Zehn-Jahres-Pfandbriefe wieder deutlich über 5%. Damit betrug der Zinsanstieg im Jahre 1999 bereits über 1,5 Prozentpunkte. Die Furcht vor weiter steigenden Zinsen verunsichert die Anleger.

Für die Beurteilung der weiteren Zinsentwicklung sind folgende Faktoren von Bedeutung:

· in weiten Teilen weiterhin gesundes (USA) oder anspringendes (Europa) Wirtschaftswachstum;

· zunehmende Kapazitätsauslastungen in der Industrie; Produktivitätssteigerungen begrenzt;

· leicht anziehende Rohstoffpreise, insbesondere hervorgerufen durch die Rohölpreisentwicklung;

· insgesamt leicht erhöhter Preisdruck gegenüber den Tiefständen der Inflation, jedoch noch nicht besorgniserregend;

· geldpolitische Haltungen der Zentralbanken nicht mehr expansiv;

· Globalisierung und Restrukturierung führen weiterhin zu fehlenden Preisüberwälzungsspielräumen.

Nach Würdigung dieser Faktoren und unter Berücksichtigung des bisherigen Zinsanstiegs 1999 gehen wir mittelfristig von einem weiteren Zinsanstieg in einem moderaten Ausmaß aus.

Insgesamt sorgen das nach wie vor günstige Zinsniveau und die derzeitige Situation auf dem Immobilienmarkt für günstige Rahmenbedingungen für den "Häuslebauer".