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Sparkassen basteln sich eine Immobilienbank

Die Berlin Hyp soll nach dem Willen der Sparkassen zu ihrem zentralen gewerblichen Immobilienfinanzierer umgebaut werden. Nach Informationen der Immobilien Zeitung bleibt die DekaBank, ebenfalls ei [...]

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zu "Sparkassen basteln sich eine Immobilienbank"

Die Entscheidung der Sparkassen, aus der Berlin Hyp einen zentralen Immobilienfinanzierer zu formen, klingt mehr nach einer aus der Not geborenen Lösung als nach einer zu Ende gedachten Strategie. Relativ schnell war den Sparkassen klar, dass aus der Landesbank Berlin eine große Stadtsparkasse entstehen soll und das Kapitalmarktgeschäft bestens zur Deka-Bank passt. Die Berlin Hyp galt als Überbleibsel. Was also tun? Verkaufen? Funktioniert zurzeit nicht, das hat das Beispiel WestImmo gezeigt. Zerschlagen? Wozu? Die Bank ist kerngesund und liefert konstante Erträge. An der DekaBank andocken? Nicht sinnvoll, weil kaum Schnittmengen vorhanden. Das einzig Vernünftige, was blieb, war also die Verselbstständigung. Und wenn man sich schon eine eigene Immobilienbank leistet, dann doch bitte auch zum Wohl der Eigentümer. Frei nach dem Motto: "Bisher habt ihr uns nur Geld gekostet, jetzt seid ihr auch mal für uns da." Insgesamt 5,5 Mrd. Euro ließen sich die Sparkassen den Kauf der LBB kosten. Nach Informationen des Handelsblatts summieren sich die Abschreibungen mittlerweile auf 2,2 Mrd. Euro. Die Berlin Hyp wird aufpassen müssen, welche Geschäfte ihnen die Sparkassen zutragen werden, und ein Nein zu dem ein oder anderen Deal gut begründen müssen.

Künftig werden sich fünf Landesbanken, die DekaBank und die Berlin Hyp auf die Sparkassen stürzen. Alle haben sich auf die Fahnen geschrieben, das Verbundgeschäft auszubauen. Für alle kann die Rechnung nicht aufgehen, auch wenn die Sparkassen über reichlich überschüssige Liquidität verfügen. Die Sparkassen zeigen sich in jedem Fall offen, mit wem sie künftig Geschäft machen wollen: "Einer jeden Sparkasse ist die Entscheidung freigestellt, mit welchem Verbundpartner sie in einem Geschäftsfeld zusammenarbeitet", heißt es vom Sparkassenverband Bayern. Für die niedersächsischen Sparkassen ist der erste Ansprechpartner die Nord/LB bzw. Deutsche Hypo. Das schließe aber eine Zusammenarbeit mit der Berlin Hyp nicht aus. Das Antichambrieren bei den Sparkassen kann beginnen. (nik)

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