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Unternehmen | 30.08.2012

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Aus IZ35/2012, S. 6

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Fairvesta: Renditen aus der Black Box

Kennen Sie fairvesta? Nein? Sollten Sie aber: Schließlich hat das Emissionshaus aus Tübingen im Jahr 2011 mit Immobilienfonds und -anleihen satte 174 Mio. Euro Eigenkapital platziert. 12% Rendite p [...]

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So rechnen sich fairvesta-Fonds - in echt und auf dem Papier

Der 10 Mio. Euro kleine fairvesta-Fonds Nr. 2 wurde als einziger bereits komplett durch Verkauf aller Immobilien aufgelöst. Er hatte den Anlegern nach fünf Jahren 12,37% p.a. gebracht. Ein ähnlich hohes Ergebnis wird den Zeichnern des aktuellen Mercatus X prognostiziert. Wer sein Geld hier fünf Jahre thesauriert, soll dafür bei prognosemäßigem Verlauf eine Wertentwicklung von 13,59% p.a. verbuchen können.

Zum Vermögen des Anlegers zählen die Ist-Mieterträge der Immobilien, Barmittel sowie realisierte Verkaufserlöse. Abgezogen werden Wertverluste, z.B. nach dem Auszug eines Mieters, die Weichkosten der Fonds und eine 4%ige Vermarktungspauschale. Auf dieser Basis werden Zeichner, die ihre Beteiligung nach Ablauf der Mindestanlagefrist kündigen, ausbezahlt.

Mercatus X bietet zwei Anlagevarianten. Wer sich zehn Jahre lang bindet, kann währenddessen aus dem eigenen Kapitalkonto "gewinnunabhängige Entnahmen" tätigen. Das Konto wird bei prospektgemäßem Verlauf jedes Jahr größer und ermöglicht in den ersten acht Jahren Entnahmen von bis zu 6,5% p.a. Danach steigt der mögliche Entnahmezins alle drei Jahre um einen Punkt.

Wer sich für fünf Jahre bindet, muss währenddessen komplett thesaurieren. Danach sind ebenfalls Ausschüttungen von anfangs bis zu 6,5% auf das thesaurierte Vermögen möglich. Macht z.B. das Kapitalkonto jedes Jahr 13,6% Plus, erhält er im sechsten Jahr (bei 6,5% Entnahme) eine Ausschüttung, die einer 12,3%-Rendite auf die Zeichnungssumme in Jahr eins entspricht. (mol)

Der Vertrieb brummt - auch im Ausland

In den letzten Jahren hat sich fairvesta zum Senkrechtstarter der Fondsszene entwickelt. Binnen zehn Jahren konnte die Gruppe über 600 Mio. Euro Eigenkapital einwerben. Auf der Liste der platzierungsstärksten Initiatoren von Immobilienfonds lag fairvesta 2011 vor Jamestown, DFH und Hannover Leasing. Die Zeitschrift Cash setzte die Tübinger auf Platz eins ihrer Hitliste für Spezialvertriebe geschlossener Fonds. 22,65 Mio. Euro an Provisionserlösen erwirtschafteten die rund 700 Vermittler im letzten Jahr, fast 39% mehr als im Vorjahr. Für 2012 rechnet Otmar Knoll für fairvesta mit noch höheren Provisionserlösen.

Der aktuelle Fonds Mercatus X ist seit Februar im Vertrieb und hatte Anfang Juni bereits 45% seiner prospektierten 100 Mio. Euro Kommanditkapital platziert. Der Vorgängerfonds Mercatus IX erreichte 125 Mio. Euro, obwohl ursprünglich maximal 80 Mio. Euro geplant waren. fairvesta unterhält mittlerweile Niederlassungen in Paris, der Schweiz und Liechtenstein. Ca. 40% des vertriebenen Kapitals wurden in Österreich, der Schweiz und Frankreich eingesammelt. Die mehr als 10.000 Zeichner der fairvesta-Produkte sind im Branchenvergleich recht jung (44% sind maximal 50 Jahre alt) und legen hier mit ca. 54.000 Euro pro Kopf auch relativ viel Geld an.

2010 startete die erste Maximus-Immobilienanleihe, emittiert von der in Liechtenstein ansässigen Fairvesta Europe, und sammelte 13 Mio. Euro ein. Vor kurzem wurde die zweite Anleihe aufgelegt. Anleihen sollen zum zweiten Standbein ausgebaut werden, heißt es. Außerdem hofft man, via Liechtenstein künftig vermehrt mit institutionellen Investoren ins Geschäft zu kommen. (mol)