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Unternehmen | 01.12.2011

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Aus IZ48/2011, S. 10

Von Melanie Agne

In diesem Artikel:

ECE laufen die Mieter davon

Alle reden von den Schloss-Arkaden, aber was ist eigentlich mit dem City-Point Braunschweig? Das umgebaute ehemalige Hertie-Warenhaus steht zu über 50% leer. Centermanager ECE würde die Mall wahrsc [...]

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Chronik des Niedergangs:

Difa verkaufte Center rechtzeitig ins Ausland

Hat Centerentwickler ECE den City-Point schnellstmöglich verkauft, nachdem die Pläne für die Schloss-Arkaden in trockenen Tüchern waren? Der zeitliche Ablauf legt diesen Schluss nahe. Das Management des City-Points muss ECE allerdings bis 2018 weiterführen. Das hat die Stadt im Vorvertrag für die Schloss-Arkaden geregelt.

24. September 2002: ECE und die Stadtverwaltung Braunschweig schließen eine Entwicklungsvereinbarung über den Bau eines Einkaufszentrums.

7. Mai 2003: ECE verkauft den City-Point Braunschweig für 54 Mio. Euro an die Fondsgesellschaft Difa (heute Union Investment).

24. Juni 2003: ECE unterzeichnet den Vorvertrag über die Grundzüge der vertraglichen Regelungen für das Vorhaben ECE-Einkaufszentrum Schlosspark. Darin heißt es unter § 6(5): "ECE betreibt das Einkaufszentrum City-Point bis zum Ablauf des Betreibervertrages (2018) weiter und bemüht sich um eine Vertragsverlängerung. Bei vorzeitiger Beendigung des Betreibervertrages entrichtet ECE eine Vertragsstrafe in Höhe von 100.000 Euro für jedes Jahr, um das der Vertrag vorzeitig beendet wird. Dies gilt nicht, wenn ECE nachweist, dass die Beendigung nicht von ECE zu vertreten ist oder wenn der City-Point an einen Dritten veräußert wird und die Zusammenarbeit aus Sicht von ECE unzumutbar ist (z.B. Scientology, Konkurrenzunternehmen). Eine solche Unzumutbarkeit kann nicht aus dem Betrieb des ECE-Centers im Schlosspark hergeleitet werden."

29. Juni 2006: Difa verkauft den damals noch voll vermieteten City-Point für 60 Mio. Euro an Scottish Widows Investment Partnership (Swip). Die Schotten tätigten mit dem Center ihr erstes direktes Investment in Deutschland.

29. März 2007: Die Schloss-Arkaden eröffnen. Seitdem geht es mit dem City-Point stark bergab. Ab Ende 2009 schließen im Zuge der Karstadt-Insolvenz die Schaulandt- sowie die Quelle-Filiale. Der Leerstand greift auf die anderen Etagen über. Mittlerweile sind die oberen zwei Etagen verwaist. ECE beziffert den Leerstand auf über 50%; im Erdgeschoss etwa wird er als Sitzgruppe kaschiert.

TIPP!

Eine eindrückliche Bilderstrecke bietet der Braunschweig-Spiegel unter Politik, Kategorie Stadtentwicklung mit einem Artikel von Uwe Meier: "City Point - macht OB Hoffmann noch das Licht aus?"