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Recht | 19.05.2011

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Aus IZ20/2011, S. 13

Von Lars Wiederhold und Lothar E. Keck

In diesem Artikel:
  • Personen:
    Lothar E. Keck

Baukostenzuschuss muss genau geregelt werden

Häufig ist in Gewerbemietverträgen der Baukostenzuschuss nur unzulänglich geregelt, stellt Gastautor Lothar E. Keck, selbstständiger Projektsteuerer mit Sitz in Köln, fest. Vermieter sollten aber a [...]

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Der Autor: Lothar E. Keck ist selbstständiger Projektsteuerer, Architekt und Stadtplaner mit Sitz in Köln und mehr als dreißig Jahren Erfahrung auf dem Gebiet Projektmanagement, technischer Due-Diligence-Untersuchungen und Soft Skill Training. Er ist unter mail@baucontrol.biz erreichbar.

So rechnet man den Baukostenzuschuss am besten ab

1. Der Mietvertrag legt eine Gesamtsumme für den Baukostenzuschuss fest.

2. Die mit dem Baukostenzuschuss vereinbarten Maßnahmen werden in einer Tabelle sowohl qualitativ als auch quantitativ definiert.

3. Die Maßnahmen werden so unterteilt, dass eine Bewertung des Fertigstellungsgrades durch einfache und zweifelsfreie Feststellung im Sinne "Fertig? - Ja/Nein" möglich ist. Die vertraglichen Regelungen schließen die Anerkennung einer Teilfertigstellung innerhalb der einzelnen Position aus. Mängel haben aufschiebende Wirkung.

4. Jede Einzelposition wird finanziell entweder durch einen festen Betrag oder in Prozent der Gesamtsumme bewertet.

5. Optional kann ein Sicherheitseinbehalt vereinbart werden, der nach Abschluss der Baumaßnahmen verrechnet wird.

6. Es wird eine regelmäßige Baustelleninspektion vereinbart, z.B. 1x monatlich.

7. Der Mieter erhält mit Aufnahme der Bauarbeiten eine Vorschusszahlung gegen Bürgschaft.

8. Anschließend finden gemeinsame Baustellenbegehungen mit Mieter und Vermieter statt, bei denen die Maßnahmenliste "abgehakt" wird. Damit liegt sofort auch die finanzielle Bewertung der fertigen Bauleistungen vor.

9. Das einvernehmlich festgestellte Ergebnis dient als Grundlage für die vom Mieter nun zu erstellende Zahlungsanforderung; die Rechnungsprüfung seitens des Vermieters beschränkt sich nur noch auf Prüfung der Übereinstimmung mit dem Ergebnis der gemeinsamen Begehung. Lästige Rechnungskorrekturen gehören der Vergangenheit an.

© Immobilien Zeitung; Quelle: Lothar E. Keck