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Unternehmen | 14.04.2011

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Aus IZ15/2011, S. 5

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Frank Schaich "will endlich mittanzen"

Die Fair Value Reit möchte seit Jahren wachsen, doch sie schafft es nicht aus eigener Kraft. Hohe Kursabschläge drücken auf den Marktwert und verhindern Kapitalmaßnahmen. Doch Fair-Value-Chef Frank [...]

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Fair Value: Stolperstart für den ersten deutschen Up-Reit

Die Erstnotiz der Aktie fand 2007 zu 10,10 Euro statt. Kurz nach Börsengang erlangte das Unternehmen den Reit-Status. Das Geschäftsmodell sah vor, nach dem Prinzip der US-Upstream-Reits Privatanlegern die Umwandlung von Anteilen an geschlossenen Immobilienfonds in Aktien anzubieten. Die AG startete mit Beteiligungen an 14 geschlossenen Fonds, außerdem wurden unter Nutzung der Exit-Tax 32 Immobilien der Sparkasse Südholstein erworben.

Seitdem tat sich nicht mehr viel. Die für 2008 versprochene Dividende fiel aus, auch für 2009 gab es keine Ausschüttung. Der Kurs erreichte nie wieder das Niveau des ersten Handelstages. Ende 2009 sackte er unter den Nominalwert des Grundkapitals, seitdem ist keine Kapitalerhöhung mehr möglich. Um diese Blockade zu überwinden, schlug das Management im Frühjahr 2010 eine Kapitalherabsetzung von 5 Euro Nennwert auf 2 Euro vor. Doch die H.F.S.-Zweitmarktfonds (sie halten 30,45% der Aktien) trugen den Vorschlag nicht mit.

Ende März legte die Fair Value Reit ihre Geschäftszahlen für 2010 vor. Sie zeigen nach zwei Jahren roter Zahlen den Turnaround bei der Ertragslage. Der Konzernüberschuss erreichte 2,2 Mio. Euro nach -2,9 Mio. Euro im Vorjahr. Erstmals seit dem Geschäftsjahr 2007 wird es für die Aktionäre wieder eine Dividende geben. Geht es nach Alleinvorstand Frank Schaich, wird auch 2012 und 2013 Dividende gezahlt. (mol)