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Veranstaltungen | 14.04.2011

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Aus IZ15/2011, S. 23

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Dealmaking-Sessions stehen im Vordergrund

Die Immobilienmesse Real Estate North (REN) erwartet am 14./15. Juni 3.500 bis 4.000 Besucher sowie 150 Aussteller. Aktuell sind etwa 50 Aussteller fest gebucht - darunter Norrporten aus Schweden, [...]

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MEINUNG

zu "Dealmaking-Sessions ..."

2010 ging die erste Real Estate North im Terminal Tango im Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel an den Start. Die improvisierten Räumlichkeiten waren der relativ kurzfristigen Entscheidung geschuldet, in Wettbewerb zur Expansion zu treten, die zum 9. Mal im Congress Center Hamburg (CCH) stattfand. Die Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (HWF) mit den Wirtschaftsförderern der Metropolregion Hamburg hatte der vom Norderstedter Messebauer Joachim Goers organisierten Expansion den Rücken gekehrt, da sich die gewünschte Internationalität nicht einstellen wollte.

Für die sollte die global vernetzte Deutsche Messe AG aus Hannover sorgen. Die DMAG bot Goers eine Fusion der Messen zu Bedingungen an, die dieser nicht akzeptieren mochte. Zum Unmut der Branche fanden beide Messen statt. Die Expansion kompensierte die abgewanderten Wirtschaftsförderer mit privaten Ausstellern und brachte es, wie die REN, auf über 100 Aussteller, doch doppelt so viele Besucher. Die Messemacher aus Hannover besserten ihr Angebot nach und konnten zur Expo Real 2010 die "Fusion" verkünden.

Insbesondere der Frust über den auf dem Rücken der Aussteller und Besucher ausgetragenen Wettstreit bremst bei vielen potenziellen Ausstellern die Euphorie für eine Messebeteiligung in diesem Jahr. Dabei sind mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung rund um die Ostsee die Chancen für erfolgreiche Geschäfte selten so gut wie jetzt gewesen. Die skandinavischen Staaten und Deutschland sind aus der Krise gestärkt hervorgegangen, die Unternehmen expandieren und suchen Flächen. Skandinavien taucht in den Meldungen der letzten Wochen verstärkt auf: Die Patrizia meldet Spitzenrenditen von 5% für Wohnimmobilien in Helsinki, Rreef verkauft für 47 Mio. Euro ein Bürogebäude in Göteborg mit einem Mehrerlös von 17%, und Catella unterstützt schwedische Staatsfonds bei Investitionen in europäische Gewerbeimmobilien.

Die Affinität der Skandinavier zum norddeutschen Raum ist bekannt und beurkundet. Die persönliche Begegnung der Akteure auf einer nordeuropäischen Immobilienmesse kann diese Bande nur stärken. Vielleicht ist es sinnvoll, den Ärger über das Messechaos 2010 abzuschütteln und die Chancen zu suchen, die die Real Estate North 2011 bieten kann. (ff)