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Marketing | 30.09.2010

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Aus IZ39-40/2010, S. 34

Von IZ

In diesem Artikel:
  • Personen:
    Kirsten Schildt, Barbara Schwarz, Raimund Wurzel, Tina Humburg, Petra Rose, Sarah Jessica Parker, Jessica Parker, Madeleine Beckerath
  • Immobilienart:
    Büro

Experten setzen Immobilien ins rechte Licht

Frische Farbe, blühende Blumen, helles Licht, sauber einladend und gepflegt: So lassen sich Immobilien häufig teurer, auf jeden Fall aber schneller verkaufen. Zum Leidwesen der Maklerbranche kommen [...]

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Preisbeispiel

Für Verkäufer mit handwerklichem Geschick und der Zeit, notwendige Maßnahmen selbst umzusetzen, bietet Tina Humburg:

. ein Beratungsgespräch am Telefon

. einen Besichtigungstermin vor Ort

. einen Maßnahmenkatalog in Form einer Do-it-yourself-Liste für jedes Zimmer und die Außenbereiche

. auf Wunsch Empfehlung von bewährten Dienstleistungsunternehmen

. Tipps rund um die Verkaufsvorbereitung Dieses Paket kostet 3 Euro/m2.

Verkäufern, die noch im Objekt wohnen, hilft sie kurz bevorstehende Besichtigungen vorzubereiten. Dazu gehört:

. ein Vorgespräch vor Ort

. ein Tag (7 Stunden) Home-Staging mit vereinten Kräften.

Dieses Paket kostet 490 Euro.

Für Verkäufer leer stehender Immobilien wie Erben, die nicht selbst vor Ort wohnen, übernimmt Humburg die gesamte Aufwertung in eigener Regie. Dazu gehört je ein Kostenvoranschlag für mit den Kunden abgesprochene Dienstleistungen, die Terminkoordination und Beaufsichtigung der Arbeiten, Auswahl von Mietmöbeln und Leihaccessoires sowie verkaufsförderndes Arrangieren der gesamten Einrichtung.

Dieses Paket kostet 9 Euro/m2.

Praxisbeispiel

Ein Reihenmittelhaus, mehr als 14 Monate im Verkauf - trotz eingeschaltetem Makler. Marktanalyse und Wertermittlung ergaben, dass parallel etwa 20 gleichwertige Häuser am Standort angeboten wurden - meist zu niedrigeren Preisen. Home-Stagerin Petra Rose vom Büro raum + atmosphaere in Bingen entwickelte ein Einrichtungs-, Licht- und Farbkonzept, das die schönsten Seiten des Anwesens akzentuierte. 3.200 Euro, das sind 1,5% des erzielten Verkaufspreises, kostete die Dienstleistung. Unmittelbar nach Erscheinen des Inserats mit acht Bildern im Internet kam es zu drei Besichtigungen innerhalb von zwei Tagen. Üblich sind in solch einem Fall durchschnittlich fünf bis 15 Begehungen. Nach acht Tagen fiel die Kaufentscheidung. Notariell besiegelt wurde der Vertrag drei Wochen später - nach einem Viertel der üblichen Zeit und zum angestrebten Preis.

3 Fragen an Raimund Wurzel

Herr Wurzel, was veranlasst den Chef eines Maklerverbundes mit 60 Mitgliedern dazu, seine zu verkaufenden Häuser und Wohnungen auf einmal von Home-Stagerinnen aufpeppen zu lassen?

Für potenzielle Käufer wird durch das Staging Wohn- und Lebensqualität erlebbarer. Viele Interessenten können sich leere Räume nicht möbliert vorstellen. Das kann den Verkauf erschweren, wenn nicht verhindern.

Wie sind sie denn auf die Idee gekommen, solche Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen? Lief das Geschäft so schleppend?

Nein, Home-Staging schärft die Sinne für den wahren Wert einer privaten Wohnimmobilie - ohne allzu viel Maklergeschwätz. Die Immobilie überzeugt von sich aus. Der Wohlfühleffekt stellt sich sofort ein.

Ein wenig Licht, ein paar nette Möbel, ausmisten und aufräumen - weiß und kann das ein gestandener Immobilienmakler nicht selbst?

Wenn ich mir die Darstellungen im Internet ansehe, merke ich, dass Makler in den seltensten Fällen ein Gefühl für den Raum und seine Präsentation haben. In Home-Staging ausgebildete Personen wissen, wie man die Immobilie - auch eine bewohnte - im besten Licht präsentiert. Und der Makler muss sich nur noch um das Verkaufen kümmern - seine Kernkompetenz. (gg) Raimund Wurzel ist Chef des DIV Deutschen Immobilienberaterverbunds.