Das Leibnitz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim (ZEW) hat im Juni 2020 und 2021 Unternehmen aus den beiden Branchen nach ihren Erwartungen in Sachen Homeofficenutzung befragt. Dabei zeigte sich, dass der Anteil der Unternehmen, die mit einer dauerhaften Einbeziehung von Homeoffice-Zeiten in das Arbeitsleben ihrer Beschäftigten kalkulieren, binnen zwölf Monaten gestiegen ist.

In der Informationswirtschaft planten bereits vor einem Jahr 64% der Betriebe, zukünftig ihren Beschäftigten mindestens einmal in der Woche das Arbeiten vor zuhause zu ermöglichen. Im Juni 2021 lag die Quote schon bei 74%. Inzwischen geht jedes zweite Unternehmen der Informationswirtschaft davon aus, dass langfristig mehr als 20% ihrer Angestellten das Homeoffice nutzen werden.

Zur Informationswirtschaft zählt das ZEW viele Branchen, die auf dem Büromarkt als Nachfrager relevant sind: IT-Dienstleister, Verlage und Medien, aber auch Rechtsberater, Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater, Architekturbüros und Forschungseinrichtungen gehören in diese Gruppe.

Im Verarbeitenden Gewerbe (Produktionsbetriebe für Industrie- und Konsumgüter, Nahrungsmittel) liegen die Quoten niedriger, aber auch hier gibt es einen Aufwärtstrend. Aktuell rechnen schon 46% der Betriebe damit, dass ihre Angestellten teilweise das Homeoffice nutzen werden. Vor einem Jahr lag der Vergleichswert bei 37%. Allerdings arbeitet nur in einem Viertel der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes ein spürbarer Anteil (über 20%) der Beschäftigten teilweise zuhause.