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Unternehmen | 18.11.2020

Von Monika Hillemacher

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Porr AG
  • Personen:
    Karl-Heinz Strauss

Der Baukonzern Porr rutscht ins Minus

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold
Eine Wiesbadener Baustelle von Porr im vergangenen Jahr.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Den Baukonzern Porr hat die Corona-Krise heftig erwischt. Das Unternehmen rechnet für dieses Jahr mit einem Verlust von bis zu 55 Mio. Euro vor Steuern.

Als Grund nennt Vorstandvorsitzender Karl-Heinz Strauss Leistungsstörungen infolge der Covid-19-Pandemie. Strauss listet unter anderem Ausfälle von Subunternehmern, Kosten für Hygienemaßnahmen und Projektverschiebungen auf. Mit am härtesten wird das Unternehmen aber die zeitweise Stilllegung von Baustellen in Österreich im Frühjahr getroffen haben. Außerdem bewertete Porr zahlreiche Projekte neu. Korrekturen gibt es demnach insbesondere beim Ingenieurbau Deutschland, dem Tunnelbau und bei Einzelprojekten in mehreren Ländern.

Porr ist mit insgesamt 20.000 Mitarbeitern das zweitgrößte Bauunternehmen Österreichs und auch in Deutschland stark vertreten. Um wieder Tritt zu fassen, will Porr Verwaltungsstrukturen straffen und sein Portfolio anpassen. Der Vorstand erhofft sich Einsparungen von bis zu 50 Mio. Euro, die von 2022 an wirksam werden sollen.