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Unternehmen | 22.10.2020

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Velero legt Börsengang auf Eis

Auf die geplatzte Anleiheemission des Projektentwicklers Pandion folgt der Börsen-Flop des Wohnungsbewirtschafters Velero: Dessen Bookbuildingphase mündet nicht wie vorgesehen in eine Kapitalerhöhung und Börsennotiz - jedenfalls vorerst.

Vom 12. bis zum 21. Oktober bot der Property-Manager Velero seine Aktien den Investoren zum Stückpreis von 30 Euro an und wolte damit mindestens 500 Mio. Euro einsammeln. Das Listing der Aktien war für den 27. Oktober vorgesehen. In einer offiziellen Mitteilung wird ohne weitere Erläuterung das "gegenwärtige Marktumfeld" dafür verantwortlich gemacht, dass diese Kapitalmaßnahme nun nicht klappte wie geplant.

Offenbar zu wenige Zeichner gefunden

Aus dem Umfeld ist zu hören, dass sich die Investoren zwar interessiert gezeigt hätten, doch am Ende nicht genügend Zeichner für die volle angepeilte Summe bereitstanden. Die hätte Velero benötigt, um drei Wohnungsportfolios anzukaufen und sich vom Verwalter zum Bestandshalter zu wandeln. Als Misserfolg wird die Roadshow in Unternehmenskreisen dennoch nicht gewertet: Man habe während der Präsentationen zahlreiche neue Anleger identifiziert, die sich ebenfalls ein Engagement vorstellen konnten.

Für eines der drei Wohnungsportfolios besitzt Velero ein exklusives Ankaufsrecht bis zum 31. Dezember. Es ist nicht auszuschließen, dass dessen Finanzierung via Aktienverkauf zu einem späteren Zeitpunkt doch noch klappen könnte: "Die Gesellschaft strebt unverändert eine Privatplatzierung und Börsennotierung in einem verbesserten Marktumfeld an", teilt Velero mit.