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Unternehmen | 26.03.2020

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:

Scout24 kassiert Prognose für 2020

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
Scout24 setzt künftig voll auf das Geschäft mit Immobilien.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Die Konzernmutter von ImmoScout24 dämpft angesichts der Corona-Krise die Erwartungen für 2020. Grund: Die Folgen der Coronavirus-Pandemie für die wirtschaftliche Entwicklung seien derzeit nicht absehbar. Scout24 sehe bereits Belastungen bei vielen Geschäftspartnern und gehe derzeit von einem Rückgang der Geschäftsaktivitäten aus.

Die Vorstände gehen davon aus, dass die bislang kommunizierte erwartete Umsatzsteigerung von 6% bis 8% im Jahr 2020 wohl nicht mehr zu erreichen ist. Daher sieht sich der Vorstand dazu veranlasst, seine Prognose für das Geschäftsjahr 2020 aufzuheben. Gleichwohl erwartet das Management nach der Krise Nachholeffekte, die dann positiv zu Buche schlagen werden.

Um die unmittelbaren Folgen bei den Kunden zu dämpfen, hat das Unternehmen in der vergangenen Woche ein Sofortprogramm zur Unterstützung gewerblicher und privater Partner ins Leben gerufen. Bisher hätten fast 1.000 Kunden auf das Angebot reagiert, sagte Scout24-CCO Ralf Weitz im Gespräch mit der Immobilien Zeitung.

"Wir sehen uns derzeit mit einem hohen Maß an Unsicherheit über die Dauer und die finanziellen Folgen der Coronavirus-Pandemie konfrontiert", betonte Tobias Hartmann, CEO bei Scout24. "Vor diesem Hintergrund haben wir entschieden, unsere Prognose für 2020 aufzuheben. Scout24 befindet sich aber, auch aufgrund des erfolgreichen Geschäftsjahrs 2019, in einer soliden finanziellen Lage. Eine belastbare Aussage über den Verlauf des aktuellen Geschäftsjahrs 2020 werden wir zu gegebener Zeit treffen."

Fokussierung auf den Immobilienbereich

Nach dem Abschluss der Transaktion von AutoScout24 wird sich die Scout-Gruppe auf das fortgeführte Geschäft im Immobilien­bereich fokussieren. Das Unternehmen habe den Wachstumskurs 2019 fortgesetzt und den Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten um fast ein Zehntel auf 349,7 Mio. Euro gesteigert. Der Gewinn aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (Ebitda) verbesserte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um fast 11% auf 209,3 Mio. Euro.

Das Wachstum beim Umsatz der fortgeführten Aktivitäten wurde hauptsächlich vom Geschäft mit Partnern aus dem Bereich Wohnimmobilien (+12,1%) und Geschäftsimmobilien (+11,8%) sowie den stark wachsenden Dienstleistungen für Konsumenten (+30%) getragen. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Wohnimmobilien-Partner um 1,5% auf 14.967. Der durchschnittliche Erlös je Kunde pro Monat (Arpu) verbesserte sich um 6,6% auf 676 Euro. Die Zahl der Geschäftsimmobilienpartner hat sich um 1,5% auf 2.774 leicht verringert. Der Arpu im Bereich Business stieg dagegen im Vorjahresvergleich um 12,4% auf 1.761 Euro.

Für das Geschäftsjahr 2019 hat der Vorstand dem Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von 0,90 Euro pro Aktie vorgeschlagen. Dies entspricht rund 50% des bereinigten Nettogewinns und einer Ausschüttungssumme von 94,3 Mio. Euro. Scout24 plant zudem, Kapital aus den im ersten Halbjahr 2020 zu vereinnahmenden Erlösen des AutoScout24-Verkaufs an ihre Aktionäre zurückzuführen. Dafür seien im Lauf der kommenden 15 Monate Aktienrückkäufe in Höhe von etwa 1,7 Mrd. Euro geplant. Darüber hinaus sollen Schulden in Höhe von bis zu 780 Mio. Euro getilgt werden.

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